Kapitän Wenningkamp verlässt die AstroStars Bochum

Felix Wenningkamp verlässt den VfL AstroStars Bochum.
Felix Wenningkamp verlässt den VfL AstroStars Bochum.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Felix Wenningkamp wechselt aus beruflichen Gründen nach Salzkotten. Ilko Nanev beendet seine Karriere. James Sherburne dürfte kaum zu halten sein vom Basketball-Zweitligisten.

Zwei Wochen nach dem Aus im Playoff-Achtelfinale sind bei den VfL AstroStars bereits die ersten personellen Entscheidungen gefallen. Allerdings gingen diese von den Spielern aus. Zwei von ihnen werden definitiv nicht mehr für das Bochumer Basketball-Aushängeschild auflaufen, ein weiterer dürfte kaum zu halten sein.

Nach drei Jahren bricht Felix Wenningkamp seine Zelte an der Rundsporthalle ab. Der Kapitän geht allerdings schweren Herzens von Bord. „Er hat sich nicht gegen die AstroStars entschieden, sondern für seinen beruflichen Werdegang. Das muss man akzeptieren und kann man nachvollziehen, wenngleich sein Abschied schmerzt“, zeigt Hans-Peter Diehr, der Bochumer Manager, Verständnis.

Wenningkamp, der zu den nervenstärksten Distanzschützen der Liga gehört, zieht es zurück in seine ostwestfälische Heimat. Von dort, vom TV Salzkotten, kam er 2012 zu den AstroStars, feierte den Aufstieg aus der 1. Regionalliga und anschießend in der ProB zweimal den Einzug in die Playoffs. Zum Abschluss überreichte der 26-Jährige sein Trikot mit der Nummer 32 Hans-Peter Diehr.

Nur ein kurzes, aber dennoch eindrucksvolles Gastspiel gab Ilko Nanev bei den AstroStars. Er heuerte im letzten Spätsommer an, gehörte zu den Akteuren im zweiten Glied, setzte dank seiner Routine bei Kurzeinsätzen aber wichtige Impulse. Nun beendet der 35-jährige Bulgare, der einst in seinem Heimatland sowie auch in Österreich in der 1. Liga gespielt hat, seine Karriere. Nach einem Handbruch im Februar hatte Nanev in den Playoffs gegen Hanau nochmal ein Comeback gefeiert.

Mit ziemlicher Sicherheit wird auch James „Jimmy“ Sherburne in der neuen Saison nicht mehr das Bochumer Trikot überstreifen. Der 23-jährige Aufbauspieler ist der wohl beste Amerikaner, der jemals bei den AstroStars gespielt hat. Mit seinen Dreiern glänzte er ebenso wie mit seiner mannschaftsdienlichen Art als absoluter Teamplayer.

Sherburne, der einen Princeton-Abschluss im Bereich Wirtschaft in der Tasche hat, machte in der zurückliegenden Saison viele Scouts auf sich aufmerksam. Allerdings dürfte er kaum innerhalb der Pro B wechseln, sondern peilt eine höhere Spielklasse an. Sollte ihm dies nicht gelingen, wird er möglicherweise auch seinen beruflichen Werdegang vorantreiben.

Bereits vorzeitig hatte hingegen Aufbauspieler Felix Engel seinen Vertrag beim VfL verlängert. Darüber hinaus sind die Center Michael Haucke und Raphael Bals noch bis 2016 an den Klub gebunden. „Außerdem haben wir bereits eine Unterschrift von einem deutschen Nachfolger für Felix Wenningkamp“, verrät Diehr, nennt aber noch keinen Namen.

Was den Stand der Kaderplanung angeht, haben „wir ein sehr gutes Grundgerüst“, sagt Diehr und kann sich durchaus vorstellen, dass auch Ryon Howard noch eine Saison dranhängt. In absehbarer Zeit soll zudem die Trainerfrage geklärt werden. Mit einer exzellenten Einstandssaison hat sich Kai Schulze in der ProB auf Anhieb freigeschwommen. Grundsätzlich stehen die Zeichen sowohl beim Coach als auch bei den VfL AstroStars auf eine weitere Zusammenarbeit. Diehr attestiert Schulze: „Man kann mit seiner ersten Saison sehr zufrieden sein.“