Kaltehardt krönt 100-jähriges Jubiläum mit Meisterschaft

Endlich konnte TuS Kaltehardt den Bezirksliga-Aufstieg feiern. Die Jungs von Björn Sperber taten dies aber nicht wie üblich auf dem heimischen Platz, sondern als bangende Zuschauer beim Konkurrenten WSV. Dieser hätte den TuS nämlich noch überholen können.

Die Sensation ist jedoch ausgeblieben. Herbede II hat die Partie gegen den Werner SV mit 2:0 gewonnen und damit die WSV-Träume vom Aufstieg platzen lassen. Da den Wernern nur ein hoher Sieg zu Platz eins verholfen hätte, setzte das Team von Coach Tobias Wille von Anfang an auf Offensive. Mit einem 4-4-3-System wurde begonnen und laut Wille „sofort alles nach vorne geworfen.“ Trotz zahlreicher Chancen schafften die Werner es aber nicht, das Tor zu treffen. „Dabei hätte es zur Halbzeit auch gut 3:0 für uns stehen können“, bedauerte der Trainer. Stattdessen ging es torlos in die Kabine. An ein Wunder und sieben Treffer in 45 Minuten glaubte an der Heinrich-Gustav-Straße niemand mehr. Auch wenn die Werner sich weiter Mühe gaben, konnte der WSV am Ende nichts mehr ausrichten, ganz zur Freude der zahlreichen Kaltehardter, die angereist waren, um auswärts die Meisterschaft zu feiern.

Nachdem der TuS es in den letzten Wochen durch einige Punkteverluste noch spannend gemacht hat, brauchte er heute die Schützenhilfe des Herbeder SV, um endlich den Aufstieg feiern zu können.

„Schwäche zu zeigen ist menschlich“, sagte schließlich ein überglücklicher Kaltehardt-Coach Björn Sperber, nachdem er sich zuvor artig bei den Herbedern bedankt hatte. Bis auf die wackeligen Spieltage der letzten Wochen hatte Kaltehardt eine überragende Saison gespielt.

Der TuS feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Vereinsbestehen, da kommt die Meisterschaft gerade recht. Wie es weiter geht, dazu sagte Sperber nur eines: „Jetzt wird erst einmal ziemlich heftig gefeiert.“

Werner SV: Matthias Lutz, Kai Engelbracht, Marvin Haß, Fehmi Colak, Richard Hashemi, Volkan Avci (42. Luca Leonard Wietoska), Theodoros Chatsiioannidis (56. Daniel Kassen), Julian Celanji, Marcel-Alexander Sembritzki, Niklas Koslowski, Müslüm Sisman


Tore: 0:1 (67.), 0:2 (83.)