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Jetzt kommen die Ausländer Ansprechpartner

20.06.2007 | 08:39 Uhr

Nach Pfertzel ist sich der VfL Bochum auch mit Concha einig. Der Franzose soll im Mittelfeld Dampf machen, der Schwede verteidigen - beide auf der rechten Seite

FUSSBALL BUNDESLIGADie Transfers aus deutschen Landen sind offensichtlich längst abgearbeitet, jetzt kommen die Ausländer: Einen Tag nach dem in Italien spielenden Franzosen Marc Pfertzel hat der VfL Bochum einen in Schweden aufgewachsenen Sprössling chilenischer Eltern geholt, der Kontrakt soll heute unterschrieben werden. Sein Name: Matias Concha (27). Auffallend bei den meisten Neulingen ist die Länge des ausgehandelten Vertrages. So gilt der Vertrag des schwedischen Verteidigers ebenso für vier Jahre wie der Pfertzels. Augenscheinlich ist man beim VfL von der getroffenen Auswahl sehr überzeugt und möchte einerseits eine Mannschaft mit Perspektive aufbauen, andererseits im Fall von Abwerbungsversuchen die Latte höher legen und damit bei einem möglichen Transfer stärker profitieren, als das in der jüngeren Vergangenheit der Fall war.

Ebenfalls eine gute Nachricht für die meisten VfL-Fans dürfte die inzwischen vollzogene Trennung von Joris van Hout sein. Bereits am Montag wurde an dieser Stelle berichtet, dass der Belgier mit dem Erstligisten KVR Westerlo einen Vierjahres-Vertrag ausgehandelt hatte. Mittlerweile ist der Auflösungsvertrag von dem 30-jährigen Stürmer in Bochum unterzeichnet worden, der Wechsel damit wasserdicht. Womit nur noch Benjamin Auer, Sebastian Lense und Thomas Rathgeber zur Disposition stehen.

Zweifelnde Fragen über die künftige Rollenverteilung der beiden Neulinge auf dem Platz wischte Stefan Kuntz gestern mit diesen Worten vom Tisch: "Pfertzel ist kein rechter Verteidiger, er spielt im Mittelfeld." Auch eine weitere Frage beantwortete der Sportvorstand des VfL Bochum in unmissverständlicher Klarheit. Einen Spielmacher im herkömmlichen Sinne wird es künftig nicht mehr geben. Kuntz wörtlich: "In drei von fünf Spielen haben wir alle Zvjezdan Misimovic doch zum Teufel gewünscht, in den zwei anderen war es okay." Offenbar setzt man künftig ganz auf Dynamik, Tempo und Ausdauer.

Bei den bisherigen Verpflichtungen wird es nicht bleiben, die Angreifer Marcin Mieciel (Kuntz: "Mit ihm sind wir uns einig") und Marc Sand werden, vermutlich recht bald, ebenfalls kommen. Womit fast alle Unklarheiten beseitigt wären. Lediglich der Name des weiteren Torhüters, sollte es am Ende nicht doch Daniel Fernandes von PAOK Saloniki sein, ist bislang noch ein Geheimnis."In drei von fünf Spielen haben wir ihn zum Teufel gewünscht"

Im Moment, sagte Stefan Kuntz, fehle ihm bei PAOK Saloniki ein kompetenter "Anprechpartner" in Sachen Marcin Mieciel. PAOK steht mit 40 Millionen Euro in der Kreide und versucht sich gerade neu zu sortieren - unter der Leitung von Europameister Theodoros Zagorakis.

Von Michael Eckardt

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