Ins Gewissen geredet
10.02.2012 | 19:36 Uhr 2012-02-10T19:36:00+0100
Bochums Basketball-Verantwortliche fordern volle Konzentration für den Endspurt der Saison und sprachen nach der Münster-Schlappe deutliche Worte mit der Mannschaft. Der Tabellenletzte ist zu Gast.
Der vergangene Spieltag wirkt noch nach. Da hatten die AstroStar-Basketballer, ihres Zeichens Spitzenreiter und bis jetzt mit der stärksten Abwehr ausgestattet, in Münster schon im ersten Viertel böse 34 Punkte kassiert – die Partie war nicht mehr zu retten.
Also könnte man den am Samstagabend gastierenden TV Werne (18 Uhr; Rundsporthalle), seines Zeichens Schlusslicht mit der schwächsten Offensive der laufenden Saison, als willkommenen Aufbaugegner bezeichnen. „Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei uns. Aber trotzdem sollte unsere Mannschaft nicht noch einmal den Fehler machen und einen Gegner unterschätzen“, sagt dazu Manager Hans-Peter Diehr.
Zumal die vom gebürtigen Serben Rosic betreuten Werner aufgrund ihres prekären Tabellenstands zum neuen Jahr Spieler ausgetauscht haben. Dabei kam nicht zufällig die „Ex-Jugoslawien-Connection“ zum Tragen. Für den enttäuschenden Smigic kam mit Marcic ein neuer Spielmacher, während Center Samanovic die einzige echte Konstante blieb. Mit 23,7 Punkten im Schnitt ist er drittbester Werfer der Regionalliga.
Nach Kreuzbandrissen von Henke und Zajic heuerte außerdem mit Zivicky (bis jetzt 9 Dreier in 4 Spielen) ein guter Distanzschütze an. 20 Mann hat der TV Werne, vergangene Spielzeit als Aufsteiger mit Platz sechs eines der Überraschungsteams, bereits eingesetzt; der Top-Wert.
„Ich hoffe“, sagt der Bochumer Manager, „dass Patrick Abraham wieder fit ist.“ Seine Grippe, in den Trainingseinheiten dieser Woche noch nicht ganz abgeklungen, war in Münster zum ernsten Problem geworden. Denn auf vielen Positionen können die Bochumer rotieren – Abraham als Tempomacher und Gestalter scheint jedoch nicht ersetzbar. „Er ist der Kopf“, so Diehr.
Den letzten Auftritt nahmen Trainer Kai Friedrich und der Manager am Wochenanfang zum Anlass, der Mannschaft noch einmal deutlich ins Gewissen zu reden. Volle Konzentration auf den Endspurt, der nun noch acht Auftritte umfasst, sei gefragt, will man am Ende wirklich den angepeilten Sprung in die Zweite Liga „Pro B“ schaffen.
Wegen einer Entzündung im Fuß müssen die Verantwortlichen gegen die stark abstiegsgefährdeten Münsterländer ansonsten um den Einsatz von Dennis Kortmann bangen. Damit wird es wahrscheinlich, dass beim Heimauftritt diesmal der neu verpflichtete Routinier und Ex-Nationalspieler Gerrit Terdenge einige Minuten zum Einsatz kommt.
Gegen die Gäste aus Werne setzen die Bochum AstroStars ihre mit den Stadtwerken initiierte „Schuloffensive“ fort und begrüßen in der Halle alle Interessierten der Hildegardisschule, die für die Jahrgangsstufen fünf bis sieben auch zwei Basketball-AGs anbietet.
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