In Günnigfeld soll es weiter aufwärts gehen

Freude nach dem 2:0 gegen Annen.
Freude nach dem 2:0 gegen Annen.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim Landesligisten VfB Günnigfeld soll es nach Platz zehn in der Vorsaison weiter aufwärts gehen. Im Test gegen Annen glückte ein 3:0-Sieg.

So souverän, wie es am Saisonende rein von den Zahlen her in der Landesliga-Tabelle aussah, war die Spielzeit für den VfB Günnigfeld nicht unbedingt. Obwohl sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz doch recht komfortabel wirken, musste der Aufsteiger eine ganz schön lange Zeit, sogar bis in die Endphase der Saison hinein, um den Klassenerhalt zittern. Dass es geklappt hat, war dennoch verdient. Denn in der Mannschaft des VfB steckt mehr Potenzial, als es der zehnte Platz aussagt.

In der nächsten Saison soll es möglichst schnell in Richtung gesichertes Mittelfeld gehen. Die Verantwortung dafür trägt Trainer Thomas Baron, der die Landesliga ja seit seinen drei Jahren mit Höntrop in- und auswendig kennt. Baron hatte nach einer nur fünfmonatigen Auszeit im vergangenen November für Aufstiegstrainer Willi Koppmann übernommen.

Damals rangierte Günnigfeld zwar vier Punkte vor der Abstiegszone, hatte aber 1:4 gegen Schlusslicht Hennen verloren. Die Mannschaft hätte nach dreieinhalb Jahren unter Koppmann – der nicht im Unfrieden gegangen, sondern immer noch im Verein tätig ist – „neue Impulse“ benötigt. Soll heißen: Die Mannschaft brauchte einen Tritt in den Allerwertesten – Team und Trainer hatten sich wohl schlicht zu sehr aneinander gewöhnt.

Auch mit Baron war die Rückrunde zwar eine Berg- und Talfahrt, und der Coach musste den einen oder anderen Appell an die Mannschaft richten. Doch wenn die Günnigfelder da sein mussten, waren sie da und fuhren die Punkte ein. Das hat für den Klassenerhalt und Platz zehn gereicht.

Mit Torwart Daniel Lorek hatte Baron schon im Winter seinen Wunsch- und Führungsspieler aus Höntrop verpflichtet. Ist er fit, dürfte er der neue Stammkeeper werden. Ansonsten verlassen mit Stefano Lombardo, Nicolai Lux, Jens Wolf und Maximilian Laarmann vier Stammspieler den Klub. Teils hat Günnigfeld Ersatz gefunden – mit Alex Schreier (Duisburger SV), Talent Peter Zejewski aus Höntrop und Gökhan Turan (SSV/FCA Rotthausen). Vielleicht „kommt noch der eine oder andere dazu“, sagt Baron, der einige Gastspieler im Training begrüßen kann. Erst wenn der Kader festgezurrt ist, will man sich näher zu Saisonzielen äußern. „Aber klar, weiter oben als Platz zehn wollen wir schon mitspielen“, sagt Baron.

Bisher lässt es sich gut an. Nach einer harten Trainingswoche und vereinsinternem Turnier am Samstag bezwang der VfB gestern den in die A-Kreisliga abgestiegenen VfB Annen mit 3:0. Gökhan Turan (2) und Simon Fritz trafen vor der Pause. Da fünf Spieler wegen einer Junggesellen-Tour fehlten, komplettierten Akteure aus der zweiten Mannschaft das Team. Baron: „Die Kollektiv-Arbeit hat mir gut gefallen, am Ende wurden die Beine natürlich schwer.“

Alle Torschützen des VfB der Saison 2014/15 auf einen Blick: Marvin Fahr (16 Tore), Nicolai Striewe (7), Christopher Pache (6), Stefano Lombardo (3), Kevin Wrede, Nicolai Lux, Dominic Winschewski (alle 2), Jens Wolf, Julian Kaczmarek, Maximilian Laarmann, Julian Winschewski, Björn Grallert, Rene Giertulla (alle 1)