„Ich kann mit Platz fünf zufrieden sein“

Die Zusammenarbeit wird voraussichtlich fortgeführt: Kai Schulze im Kreise der Spieler.
Die Zusammenarbeit wird voraussichtlich fortgeführt: Kai Schulze im Kreise der Spieler.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
Trainer Kai Schulze zieht nach seiner ersten Zweitliga-Saison mit den VfLAstroStars Bochum im Interview eine positive Bilanz.

Für die VfL AstroStars war es die zweite Saison in der 2. Basketball-Liga Pro B, für Trainer Kai Schulze die erste. Beide haben, so sah es jedenfalls aus, auf Anhieb zusammengepasst und werden aller Voraussicht nach recht bald die weitere Zusammenarbeit besiegeln. Zuvor jedoch zog Kai Schulze im Gespräch mit WAZ-Mitarbeiter Ralf Rudzynski sein persönliches Fazit der zurückliegende Spielzeit, die sein Team als Liga-Fünfter beendete, ehe im Playoff-Achtelfinale das Aus kam.

Wie fällt denn Ihre Bilanz der Spielzeit 2014/2015 aus? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Auf jeden Fall fällt die Bilanz positiv aus. Sicher geht es immer noch etwas besser, doch mit Platz fünf kann ich zufrieden sein. Ich war aber auch von Beginn an überzeugt, dass die Mannschaft gut genug sein würde, um mehr zu erreichen, als nur gegen den Abstieg zu spielen. Dass das Niveau so hoch und die Teams in ihrer Leistungsfähigkeit so eng beisammen liegen würden, hatte ich zwar nicht unbedingt erwartet, doch das lag an der Zusammenstellung der Liga. Es war gut, wie wir durch die Saison gekommen sind. Auch wenn es zwischenzeitig ein Auf und Ab gab, war die Mannschaft in den Playoff-Spielen am Schluss ganz stark.

Sie betraten durch den Sprung von der Oberliga-Reserve in die 2. Liga Neuland. Wie groß war die Umstellung und was ist an Arbeit und Aufwand dazugekommen?

Mir kam zugute, dass ich schon NBBL, also den hochklassigen Nachwuchs, trainiert und dabei ebenfalls Video-Scouting gemacht habe. Grundsätzlich läuft die Vorbereitung nämlich komplett anders ab als für ein Oberliga-Spiel. Ich schaue mir in der Regel, wie auch Co-Trainer Petar Topalski, die Spiele der Konkurrenz an und schneide dann Anschauungsmaterial zusammen. Das zeigen wir unserer Mannschaft und weisen sie auf die Systeme sowie die Stärken der gegnerischen Spieler hin. Dann überlege ich mir, wie man dagegen spielen kann.

Es gibt im Basketball eine ewig lange Spielpause. Was machen Sie in der rund sechsmonatigen Spanne zwischen der gerade zu Ende gegangenen und der nächsten Saison?

Derzeit bin ich viel in den Hallen der Umgebung unterwegs und schaue mir überall da Spiele an, wo noch gespielt wird. Zuletzt war ich in Recklinghausen, Iserlohn und Essen. Es ist schön, diese Partien einfach auch mal nur als Zuschauer zu verfolgen.

Haben Sie dabei auch schon potenzielle neue Spieler für die kommende Saison in den Blick genommen?

Ich befasse mich dabei eher damit, wie die verschiedenen Trainer ihre Mannschaften einstellen. Manchmal analysiere ich die Begegnungen für mich und kann daraus Erkenntnisse gewinnen, die mich selbst ein Stückchen weiterbringen.