Hordel verliert zum Abschluss - Dieser Abschied tut weh

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Was wir bereits wissen
Ein letztes Erfolgserlebnis war der DJK TuS Hordel vor dem Umbruch an der Hordeler Heide nicht vergönnt. Mit 3:5 verlor die DJK gegen Marl-Hüls.

Bochum.. Ab jetzt beginnt der Umbruch. Westfalenligist DJK TuS Hordel verliert am Ende dieser Mittelmaß-Saison, die die Grün-Weißen trotz der 3:5 (2:3)-Niederlage gegen Meister Marl-Hüls auf dem achten Platz abschließen konnten, viele Spieler, die sie in der eigenen Jugend ausgebildet haben und die hauptverantwortlich für den Westfalenliga-Aufstieg vor vier Jahren und zugleich über Jahre das Herz der Mannschaft waren.

DJK TuS Hordel Neun Spieler wurden vor dem Anpfiff verabschiedet, sie gehen zur teils deutlich finanzkräftigeren Konkurrenz. Doch hinter den Kulissen soll es auch, so hört man, Unstimmigkeiten einiger Spieler mit der Sportlichen Leitung um Jörg Versen gegeben haben. Er bezeichnet den anstehenden Umbruch „als eine große Herausforderung“, und auch er bedankte sich natürlich: „Die Jungs haben sehr viel für den Verein getan. Danke für viele tolle Hordeler Jahre.“ Insbesondere der Abgang des Trios Kevin und Patrick Rudolph (Mittelfeld) sowie Dawid Ginczek (Sturm) schmerzt. Sie sind allesamt Leistungsträger der letzten Jahre, gehen nach Hassel, Stammspieler Jordi Barrera wechselt nach Schonnebeck. Philipp Dragicevic, Philipp Severich und Dustin Hoffmann folgen Trainer Marco Rudnik nach Wanne-Eickel, Ersatztorwart Adrian Brödner wechselt nach Wiemelhausen, bei Marko Bakenecker ist noch kein neuer Verein bekannt.

"Ich weiß, wie sich die Jungs jetzt fühlen“

Auch die Trainer Marco Rudnik und Marcus Himmerich (SV Phönix) verlassen Hordel. So eine riesige Verabschiedung habe er „bisher noch nicht erlebt“, sagte Himmerich, mit 16 Hordeler Jahren ebenfalls ein grün-weißes Urgestein: „Ich habe aber auch so einen Verein noch nicht erlebt – im positiven Sinne. Die Spieler haben jahrelang ihren Spaß und ihr Herzblut hier reingesteckt. Ich weiß, wie sich die Jungs jetzt fühlen.“

Gegen Marl-Hüls coachte Himmerich nun ein letztes Mal, und fast schon traditionell hatten die Hordeler aufgrund des kleinen Kaders eine ausgesprochen schmal besetzte Auswechselbank mit nur einem Feldspieler. Dass aber Kevin Kampschäfer – seines Zeichens Torwart – ein Feldspiel-Einsatz bevorstünde, damit hatte er vermutlich selbst nicht gerechnet vor dem Spiel. Dawid Ginczek aber hatte sich verletzt, und Kampschäfer gierte in einem Spiel ohne sportlichen Wert und ohne die letzte Konsequenz nach „seinem“ Tor. Es funktionierte. Einen selbst herausgeholten Handelfmeter verwandelte er sicher, setzte danach noch einen Flugkopfball an die Latte und sorgte damit für viele Lacher.

Ein trauriger Tag war’s dennoch an der Hordeler Heide.

  • DJK TuS Hordel - TSV Marl-Hüls 3:5 (2:3)
  • Hordel: Brödner - Helfer, Misawa, Bakenecker, Severich - Barrera, P. Rudolph - Iohara (85. Stöhr), Kontny, Dragicevic - Ginczek (40. Kampschäfer)
  • Tore: 0:1 von der Gathen (7.), 1:1 Iohara (10.), 2:1 Ginczek (22.), 2:2 von der Gathen (37.), 2:3 Temel (44.), 3:3 Kampschäfer (68., HE), 3:4, 3:5 Erwig (80., 85.)