Hordel: Stadt will Kosten für Kunstrasen vom Verein holen

So sah der Platz zwei Tage nach der „Party“ samt Pkw aus.
So sah der Platz zwei Tage nach der „Party“ samt Pkw aus.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach der Saisonabschluss-Party waren einige Ex-Hordeler mit einem Pkw über den Platz gefahren. Schaden: rund 4000 Euro.

Noch ist der Kunstrasen an der Hordeler Heide nicht komplett „geflickt“ worden. Doch dass vier Ex-Spieler und -Trainer des Vereins nach der Saisonabschlussparty ihn mit einem Pkw befuhren, bremsten, ramponierten, ist kaum mehr zu erkennen. Während die - teils neuen - Spieler des Westfalenligisten wieder trainieren, ist der Vandalismus von Mitte Juni für Stadt, Verein und die Beteiligten nicht abgehakt.

Wobei der Schaden finanziell überschaubar ist: Auf rund 4000 Euro beziffert ihn Bernhard Baar vom Sport- und Bäderamt. Mit einigen Pflegemaßnahmen könnte der Platz wieder hergerichtet werden. Voraussichtlich nächste Woche sollen die Rechnungen vorliegen. Dann will sich die Stadt das Geld zurückholen - vom Verein, so Baar. Möglich mache dies der Nutzungsvertrag.

Der TuS Hordel hat Zweifel. Im Vertrag heißt es: „Der Verein haftet neben dem Schädiger für alle schuldhaft, auch fahrlässig verursachten Schäden, die im Zusammenhang mit der Nutzung der Sportstätten entstehen.“ Der Vorstand habe beschlossen, „juristischen Beistand zu holen“, erklärt TuS-Vorsitzender Hermann Päuser. Zu klären sei, ob der Vorfall „im Zusammenhang mit der Nutzung steht“? Falls nicht, solle sich die Stadt das Geld von den Tätern holen. Andernfalls werde der Verein zahlen und die rund 4000 Euro von den Verursachern einfordern. Gegen diese hat die Stadt zudem Strafanzeige erstattet.