Höntrop verliert Lorek und verweigert Freigabe

Trainiert ab dem 3. Februar in Günnigfeld mit: Daniel Lorek (re.).
Trainiert ab dem 3. Februar in Günnigfeld mit: Daniel Lorek (re.).
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Was schon vor rund eineinhalb Wochen bei der Hallenfußball-Vorrunde im Westen hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, ist jetzt offiziell. Torwart Daniel Lorek, langjähriger Kapitän des SV Höntrop, meldete sich vor dem Jahreswechsel beim Landesligisten ab. Sein ursprüngliches Ziel: Liga-Konkurrent VfB Günnigfeld und dessen Trainer Thomas Baron, mit dem Lorek bis Sommer 2014 in Höntrop zusammengearbeitet hatte. Doch statt demnächst für Günnigfeld zu kicken, wird Lorek nun ein halbes Jahr lang gar kein Pflichtspiel bestreiten können. Der SVH verweigerte ihm nämlich die Freigabe.

„Wir verstehen den Zeitpunkt nicht, zu dem Daniel wechseln will“, äußerte sich der Sportliche Leiter Ralf Zyla gestern Mittag auf WAZ-Anfrage: „Wir finden es nicht so schön, wenn uns der Kapitän und Stammtorwart mitten in der Saison verlässt.“ Über die Gründe für Loreks Wechselwunsch schwieg Zyla sich aus, gerüchteweise war in der Halle allerdings von Problemen mit dem neuen Trainer Thomas Guder zu hören.

Lorek wird, das erklärte Thomas Baron gestern, ab sofort in Günnigfeld mittrainieren und im Sommer dann auch offiziell dorthin wechseln. Er darf sogar trotz der fehlenden Freigabe Freundschaftsspiele bestreiten. Baron ist wegen der Vorgehensweise seines Ex-Klubs aber verstimmt: „Wir sind doch alle erwachsene Leute. So hilft er Höntrop jetzt ja auch nicht mehr.“