Höntrop befreit sich und atmet auf

Daniel Michael (M.).
Daniel Michael (M.).
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Für Jubelsprünge ist es noch zu früh, deshalb analysierte Thomas Guder den 3:0 (1:0)-Erfolg seiner Höntroper über den SC Hennen – es war der erste Sieg seit vier Monaten – klar und nüchtern. Die große Freude, das Flachsen, überließ er seinen Spielern.

SV Höntrop -
SC 1912 Hennen 3:0 (1:0)

SVH: Akmanoglu - Borchert, Jost, Sadin - Schmidt (90. Bormann), Michael, Ayata, Zejewski - Hülsebusch (71. Rogalla), Bagci (86. Dahn), Hupka

Tore: 1:0 Schmidt (37.), 2:0 Ayata (48.), 3:0 Rogalla (85.)

Für Jubelsprünge ist es noch zu früh, deshalb analysierte Thomas Guder den 3:0 (1:0)-Erfolg seiner Höntroper über den SC Hennen – es war der erste Sieg seit vier Monaten – klar und nüchtern. Die große Freude, das Flachsen, überließ er seinen Spielern. „Das ist schon sehr wichtig für die Moral der Mannschaft“, sagte Guder, dessen Team nach einem kurzen Besuch auf dem ersten Landesliga-Abstiegsplatz nun wieder zwei Punkte Vorsprung vor der gefährlichen Zone hat: „Ich glaube, auch das Umfeld hat aufgeatmet.“

Guder hatte ja vor dem Spiel angekündigt, mit Michael Jost, Tim Hülsebusch und Carsten Wolters wieder ein leistungsstarkes Trio zur Verfügung zu haben, doch letztlich waren „nur“ Innenverteidiger Jost und Stürmer Hülsebusch dabei. Sicherlich war Jost, der die Abwehr zusammen hielt, ein Faktor für das dritte „zu Null“ im 22. Spiel.

Doch auch er hätte einen frühen Rückstand – ebenso wenig wie seine Teamkollegen – wohl nicht verhindern können. Schon in der dritten Minute verzog Hennens Benjamin Hederich aus fünf Metern und schoss drüber. Danach wirkten beide Mannschaften uninspiriert im Aufbauspiel. Höntrop war bewusst, dass Hennen auf Konter aus war und agierte dementsprechend vorsichtig. Viel mehr als Ballgeschiebe gab es bis zur 30. Minute denn aber auch auf beiden Seiten nicht zu sehen. Aber eben nur bis zu dieser 30. Minute, denn da pfefferte Yannick Marks – schon wieder eine Großchance für Hennen – aus dem Nichts ein Volley-Kanonenrohr an die Latte. „Da können wir dann schon zurückliegen“, war auch Guder der Ernst der Lage zu diesem Zeitpunkt bewusst. Doch sein Team raffte sich auf, erarbeitete sich erst eine Chance durch Cedrick Hupka (33.), anschließend traf Christopher Schmidt per Volleyabnahme aus spitzem Winkel nach Flanke von Tim Hülsebusch (37.). Wichtig, dass Ahmet Ayata auf Vorarbeit von Hendrik Borchert schon in der 48. Minute das 2:0 nachlegte und Höntrop jetzt sicher stand. Ismael Bagci hätte die Partie bereits entscheiden können (79.), traf per Kopf aber das leere Tor nicht. Also übernahm der eingewechselte Alexander Rogalla das 3:0 per 18-Meter-Schlenzer (85.).