Höhenflug gestoppt
19.10.2008 | 21:15 Uhr 2008-10-19T21:15:02+0200Erste Heimniederlage der SG Wattenscheid 09 seit dem 20. April.Alemannia Aachen II wirbelte in der Lohrheide. Nur 599 Zuschauer am späten Samstagnachmittag
FUSSBALL NRW-LIGA SG Wattenscheid 09 Alemannia Aachen II 1:3 (1:0) Tore: 1:0 Schattner (16., Eigentor), 1:1 Özgen (48., Foulelfmeter), 1:2 Oventrop (53.), 1:3 Junglas (84.) Wattenscheid 09: Kunz - Köksal, Schweer, Schmitt, Daum (60. Wienecke) - Yilmaz, Toku, Erdmann, Yesilmen - Diaz, Ropkas Gelb-rote Karte: Toku (71.) Zuschauer: 599 Der Höhenflug der SG Wattenscheid 09 ist vorerst gestoppt. Eine Woche nach dem 0:4 in Düsseldorf kassierten die Schwarz-Weißen beim 1:3 gegen Alemannia Aachen II ihre zweite Saisonniederlage. Es war die erste Heimpleite der 09er seit dem 20. April diesen Jahres (1:2 gegen SuS Langscheid/Enkhausen) und eine absolut verdiente noch dazu.
Das mochte auch Trainer Dirk Helmig nicht bestreiten, der anerkannte: "Uns fehlen noch die spielerischen Mittel, um gegen solch starke Mannschaften wie Aachen zu gewinnen."
Allerdings benötigte die Alemannia einige Zeit, um in der Lohrheide zu ihrem Spiel zu finden, zunächst wirkte sie fahrig und unkonzentriert, was die Wattenscheider zu nutzen wussten. Die Anfangsphase gehörte eindeutig der Elf Dirk Helmigs, die durch Daniel Diaz auch die erste dicke Chance hatte. Sein Schuss aus kurzer Distanz wurde allerdings auf der Linie von einem Aachener Verteidiger abgeblockt (5.).
Etwas später aber zappelte der Ball dann doch im Gästetor. Timo Erdmann hatte einen Freistoß scharf in den Strafraum geschlagen, wo er von Gästeverteidiger Vladimir Schattner unhaltbar abgefälscht wurde.
"Nach dem Führungstor sind wir allerdings völlig aus dem Tritt geraten, haben keinen Zweikampf mehr gewonnen, standen zu weit von den Gegenspielern weg und konnten überhaupt keinen Druck mehr entfalten", ärgerte sich Helmig, dessen Mannschaft in den folgenden knapp 75 Minuten nur noch zu einer Gelegenheit kam. Doch den Schuss von Daniel Diaz konnte David Hohs ohne größere Probleme entschärfen (64.).
Ganz anders als die harmlosen Gastgeber trat hingegen Aachen auf. Deren formidables Offensivquartett, bestehend aus Manuel Junglas, Michael Rentmeister, Tibor Heber und dem überragenden Abdulkadir Özgen, wirbelte die Wattenscheider Abwehr ein ums andere Mal durcheinander, was sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel auszahlen sollte. Zunächst brachte Farat Toku den Aachener Heber im Strafraum zu Fall und Özgen glich vom Elfmeterpunkt aus, fünf Minuten später traf Stefan Oventrop im Anschluss an eine Ecke zum 2:1. Damit war das Schicksal der Wattenscheider besiegelt, denen man schon zu diesem noch relativ frühen Zeitpunkt anmerkte, dass es ihnen an den Ideen mangelte, um Aachen noch einmal zu gefährden.
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