Historischer Triumph für Okinawa-te Wattenscheid

Deutsche Meister sind die Senioren Männer und Frauen des Wattenscheider Vereins Okinawa-Te Die Sieger jubeln: (l-r) Klaus Wiegand, Daniel Weggendorf, Yvonne Sievert-Möhle, Christian Gude, Till Nonnhoff, Yuki Fujita, Stefan Gude, Diana Gindele, Marcus Haack.
Deutsche Meister sind die Senioren Männer und Frauen des Wattenscheider Vereins Okinawa-Te Die Sieger jubeln: (l-r) Klaus Wiegand, Daniel Weggendorf, Yvonne Sievert-Möhle, Christian Gude, Till Nonnhoff, Yuki Fujita, Stefan Gude, Diana Gindele, Marcus Haack.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der Heim-DM in der Rundsporthalle holte Okinawa-te Wattenscheid vier Deutsche Meisterschaften im JKA-Karate. Eigentlich sogar fünf....

63 ist Klaus Wiegand, er trägt den 6. Kyu-Dan. Vor 40 Jahren hat er seinen Verein, Okinawa-te Wattenscheid, mitgegründet. Man darf behaupten: Dieser Mann hat schon viel erlebt in der Welt des Karate.

Was nun in der Rundsporthalle geschah, war aber selbst für den Cheftrainer und Vorsitzenden des Wattenscheider Klubs eine Premiere. Vier DM-Titel holte sein Verein, so viele wie noch nie bei einer Junioren- und Senioren-DM, sagte er stolz. „Ich weiß ja, dass wir ein gutes Team haben. Aber dass wir so erfolgreich abschneiden, hätte ich nicht gedacht.“

Wiegand bekam den Triumph zunächst gar nicht richtig mit. Kein Wunder: Okinawa-te fungierte zum dritten Mal in Folge als Ausrichter der Deutschen Meisterschaften im Shotokan-Karate des Deutschen JKA Karate-Bundes. Dieser ist, so Wiegand, national der zweitgrößte nach dem Deutschen Karateverband (DKV). Bundesweit gebe es fünf Fachverbände in dieser Sportart, die alle ihre eigenen Meisterschaften zelebrieren.

Kinder ab 9 Jahren, Jugend, Junioren, Erwachsene kämpften im Einzel und im Team um 54 Titel. Und zwar in den Disziplinen Kumite (Kampf) und Kata, einem festgelegten Bewegungsablauf von Techniken.

„Ich habe mich darauf konzentriert, dass alles gut über die Bühne geht“, erzählt Wiegand. Die Organisation, der Ablauf, er funktionierte auch diesmal einwandfrei, auch wenn die Rundsporthalle ein wenig zu klein war für 640 Aktive aus 72 Städten, für 400 Zuschauer. Der Ruhrcongress, wo die DM in den Vorjahren stattfand und 2016 wieder stattfinden wird, war belegt.

Wiegand und seine Helfer hatten rund um die sechs Matten alles im Griff - und als das Finale in der Königsdiziplin anstand, im Kumite der Männer, „habe ich mitgezittert“. Gegen den HKC Magdeburg sahen die Zuschauer „einen richtig harten Fight“, den das junge Team von Okinawa-Te mit seinen 20- bis 22-jährigen Karateka gewann: mit Daniel Weggendorf, Christian Gude, Till Nonnhoff und Stefan Gude.

Ebenfalls Deutsche Meister ihres Verbandes wurde das Damen-Team im Kumite mit Yvonne Sievert-Möhle, Yuki Fujita und Diana Gindele. Auch die Mannschaft der Junioren war unschlagbar. Im Kata setzte sich das Damen-Team die Krone auf, bei den Juniorinnen wurde es Zweite. Zweimal Einzel-Bronze holte Stefan Gude bei den Junioren (18 - 20) - im Kumite und im Kata. Silber errang Daniel Gude (Kumite). Und: Yuki Fujita, eine in Deutschland lebende Japanerin, wird zwar als Düsseldorferin (Wohnort) geführt, trainiert aber in Wattenscheid. Sie siegte im Kata-Einzel. Im Prinzip: der fünfte Titel für Okinawa-Te.