Heißer Abstiegskampf unter Nachbarn

Will mit Günnigfeld einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen: David Przybyla, hier mit den Lindenern  Moritz Sieger und Radule Lekic.
Will mit Günnigfeld einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen: David Przybyla, hier mit den Lindenern Moritz Sieger und Radule Lekic.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Wer das Derby am Pfingstmontag zwischen dem VfB Günnigfeld und SW Wattenscheid 08 gewinnt, dürfte gute Karten im Abstiegskampf besitzen.

Nur wenige Meter Luftlinie trennen die Plätze der Fußball-Landesligisten VfB Günnigfeld und SW Wattenscheid 08, dementsprechend hitzig dürfte dieser Lokalkampf werden. Zumal ja bei beiden Mannschaften noch die existenzielle Abstiegsangst hinzukommt. Wer das Derby am Pfingstmontag (15 Uhr, Kirchstraße) gewinnt, der hat eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf.

„Da kann wirklich alles passieren“, sagt der Sportliche Leiter der 08er, Ede Schroer, und freut sich riesig auf das Spiel – wenngleich er einschränkt: „Es ist natürlich schade, dass wir uns unter solchen Vorzeichen treffen.“ Tatsächlich ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Abstieg einen der beiden Wattenscheider Landesliga-Vertreter am Ende treffen wird. Wattenscheid 08 steht trotz der Klasse-Ausbeute von sieben Punkten aus den letzten drei Spielen noch immer auf dem ersten Abstiegsplatz. Günnigfeld hingegen ist zwar Elfter, hat aber auch nur einen Punkt Vorsprung auf die Schwarz-Weißen und das zweitschlechteste Torverhältnis aller Abstiegskandidaten. Drumherum tummeln sich mit Höntrop, Herbede und Haspe drei weitere Konkurrenten auf Augenhöhe. Deshalb fordert VfB-Trainer Thomas Baron mal wieder vor allem eines: Einsatz, und zwar volle Pulle. „Ich will Herzblut sehen. Wer am Ende mehr investiert hat, der wird auch gewinnen“, sagt der Trainer: „Der Wille ist ausschlaggebend.“

Personell sieht es auf beiden Seiten ausgesprochen schlecht aus. Thomas Baron muss im schlimmsten Fall auf bis zu sieben Spieler verzichten, bei SW 08 fallen Selcuk Dede, Ridvan Sari und Ugur Al aus. „Sicherlich ein Handicap“, sagt Ede Schroer, „aber das ist letztlich ein Lokalkampf, da herrschen andere Bedingungen.“ Auch für Schroer wäre „alles andere als ein Sieg Quatsch“ – zumal sein Team ja weiß, wie man Derbys für sich entscheiden kann. Vor zwei Wochen hatten die Dickebank-Kicker überraschend mit 1:0 gegen Linden gewonnen. Schroer: „Das war richtig gut, die Einstellung der Mannschaft ist wirklich gut geworden.“ Für Baron ist es indes wichtig, „alles in der eigenen Hand zu haben“.