Guder erwartet Lebenszeichen vom Team

Die Abstiegsangst wirkt in Höntrop wie ein Gespenst, das sich lediglich alle paar Wochen mal blicken lässt – aber dann immer so richtig. Vor rund einem Monat erst war noch alles in Butter beim Landesligisten vom Preins Feld, drei Siege in Folge schienen ein hervorragender Wegbereiter für den baldigen Klassenerhalt. Doch in den direkten Duellen gegen Haspe (0:6) und Herbede (0:3) schmierten die Rot-Weißen zuletzt völlig ab. Im Derby beim CSV SF Linden (Pfingstmontag, 15 Uhr, Hasenwinkeler Straße) will Trainer Thomas Guder nun sehen, „dass die Mannschaft noch lebt. Ich will unabhängig vom Ergebnis mit einem guten Gefühl aus diesem Spiel gehen.“

Denn noch ist es nicht zu spät für die Höntroper, die zwar eine erbarmungswürdige Tordifferenz (-34) aufweisen, aber noch immer einen Punkt vor der Abstiegszone stehen. Das soll denn auch tunlichst so bleiben, und zu diesem Zwecke hat Guder seinem Team unter der Woche noch mal ins Gewissen geredet. „Ich weiß nicht, ob es gefruchtet hat“, sagte der Coach: „Klar ist nur, dass die Jungs, die auf dem Platz stehen, Gas geben müssen.“ Guder hofft darauf, dass Linden das Spiel macht, „das könnte uns entgegenkommen. Wir wollen denen ihr Spiel vermiesen.“

Beim Tabellenvierten allerdings ist Trainer Frank Benatelli – diesmal wieder mit dabei an der Seitenlinie – ganz entspannt. Wenngleich er ja schon seit Jahren große Stücke auf den SV Höntrop hält. „Ich erwarte ein sehr schwieriges Spiel gegen einen defensiv stehenden und kampfstarken Gegner“, sagt er: „Ich hoffe dass die Jungs es diesmal besser machen als vor zwei Wochen. Da haben wir ja noch mit 0:1 gegen Wattenscheid 08 verloren.“