Großer Kampf der Riemker Rumpftruppe
22.01.2012 | 18:29 Uhr 2012-01-22T18:29:00+0100
Gegen den Oberliga-Primus VfL Gladbeck halten die Handballer vom SV Teutonia Riemke lange mit, leisten sich aber in der entscheidenden Phase das Spiels eklatante Fehler. VfL-Keeper Tim Deffte avancierte dabei zum Matchwinner.
SV Teutonia Riemke -
VfL Gladbeck23:24
SVT: Erzfeld, Zidorn; Bekston (11), Samija (5), Al-Youssef (3), Stöckmann (1), Eisberg (1/1), Braun (1), Schröder (1), Driesel, Wild.
Mit dem letzten Aufgebot sind die Oberliga-Handballer vom SV Teutonia Riemke nur ganz knapp an einer faustdicken Sensation vorbeigeschrammt. Gegen Tabellenführer VfL Gladbeck setzte es eine hauchdünne 23:24 (13:11)-Niederlage. „Wir haben athletisch lange durchgehalten, unserer hohen Belastung aber am Ende Tribut gezollt“, erkannte Trainer Dieter Lenz.
Der Riemker Coach liebt es, wenn seine Abwehr funktioniert. Gegen den VfL war wieder so ein Tag - es wurde gezerrt, gerackert, gekämpft, mit „Riesen-Unterstützung“ von den Rängen. „Das hat im Zusammenspiel mit den Torhütern absolut gestimmt“, war Lenz völlig zufrieden. Sein Team hatte zudem die Hektik im Umschaltverhalten nach vorne abgestellt und meist ruhige Angriffe gefahren: „Wir haben uns auf das Positionsspiel verlassen - genau wie Gladbeck.“ Ganz groß trumpfte Kai Bekston auf, der im gesamten Spielverlauf elf Mal die gegnerischen Keeper bezwang und so der mit Abstand beste Schütze war. In den ersten 30 Minuten führten die Teutonen daher durchgehend, und das verdient. In die Kabine ging es mit einem 13:11-Vorsprung.
Die kampfbetonte Partie blieb auch im zweiten Durchgang ganz eng. Marijo Samija wurde nun mit einer Press-Deckung belegt, dennoch war Riemke immer ganz knapp vorn. Bitter aber: Je entscheidender die Spielphasen gegen Ende wurden, desto mehr Fehler machten die Grün-Weißen. So der verworfene Siebenmeter von Dirk Eisberg (50.) - er scheiterte am kurz vorher eingewechselten Tim Deffte, der für Sebastian Schmidt kam. Deffte sollte noch zur Schlüsselfigur werden: Kai Bekston scheiterte ebenfalls drei-, viermal am Torsteher des VfL. Der einzige Makel, den Dieter Lenz seinem Top-Scorer ausstellte: „Wenn er da trifft, gewinnen wir - aber ich bin ihm nicht böse, er ist ja ein junger Spieler.“ Auch ein Faktor: Riemke hat dreimal seine Überzahl nicht gut ausgespielt. „Wir müssen uns im Angriff noch gewaltig strecken“, sagt er in einem Vorgriff auf die nächsten Wochen: „Was wir abgeliefert haben, gibt aber Hoffnung auf Punkte.“
Dann vielleicht mal wieder mit dem ersten Aufgebot.
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