Gregoritsch ist heiß auf das Duell beim FC St. Pauli

Michael Gregoritsch (2.v.re.), hier nach seinem 1:1 gegen Ingolstadt, ist heiß auf St. Pauli.
Michael Gregoritsch (2.v.re.), hier nach seinem 1:1 gegen Ingolstadt, ist heiß auf St. Pauli.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Michael Gregoritsch, im Vorjahr für den FC St. Pauli aktiv, ist heiß auf das Duell am Millerntor mit dem VfL Bochum am Sonntag.

Michael Gregoritsch zögert keine Sekunde. „Das ist für mich ein besonderes Spiel, natürlich“, sagt der 21-jährige Österreicher vor seiner Rückkehr ans Millerntor am Sonntag - alle Zweitliga-Partien des vorletzten Spieltages finden zeitgleich ab 15.30 Uhr statt. „Seit ich weiß, dass wir am 33. Spieltag dort spielen, freue ich mich darauf“, erzählt der Gute-Laune-Mann in nahezu grenzenlos wirkender Vorfreude.

Motivationsprobleme muss man bei dem Flügelstürmer des VfL Bochum nicht fürchten. Als lauffreudiger Typ, der immer Bock zu haben scheint aufs Kicken, gilt das bei ihm grundsätzlich - und vor einem Duell beim FC St. Pauli erst Recht. Ausverkauft ist das Stadion seit Wochen, auch aus Bochum werden rund 2000 Fans für Stimmung sorgen - und für St. Pauli geht es im Abstiegskampf weiter um jeden Punkte, um jedes Tor. Man erwartet, sagt Gregoritsch, „einen Hexenkessel. Ich bin total heiß. Ich habe ja noch nicht gegen Freunde gespielt in dieser Liga.“

Mit Philipp Ziereis und Sebastian Maier ist er weiterhin „sehr gut“ befreundet, auch mit Tom Trybull und Lennart Thy pflegt er besten Kontakt. Ein Jahr lang spielte Gregoritsch ja beim FC St. Pauli, brachte es als 19-Jähriger auf 15 Einsätze (1 Tor), für ihn „nicht so schlecht“. Er verließ den Klub „ohne Groll“, wie er versichert - die Wertschätzung, das Vertrauen, das ihm beim VfL erst Peter Neururer, dann Gertjan Verbeek und die Führung des Klubs entgegenbrachten, die hat er in Hamburg nicht ganz so erfahren. Auch mit Paulis Ex-Coach Roland Vrabec - mittlerweile peitscht Ewald Lienen den Kiez-Klub ja zum erhofften Klassenerhalt - kam er nicht ganz so gut klar wie heuer mit den Bochumer Chefs.

Dass sich beim VfL tatsächlich wohl fühlt und es nicht nur in professioneller Art und Weise dahersagt, hat er ja jüngst schriftlich untermauert: mit einem neuen Vertrag beim VfL über drei Jahre.

St. Pauli also. Das Hinspiel, es endete nach turbulentem Verlauf 3:3, hat Gregoritsch verletzungsbedingt verpasst, jetzt aber ist er wieder voll da. Gegen Ingolstadt, den Spitzenreiter, verwandelte er den Elfmeter zum wichtigen 1:1, er hat nun zehn Scorer-Punkte (6 Punkte/4 Vorlagen) gesammelt - das war sein Ziel, das er öffentlich bewusst erst spät in der Saison verriet. „Der Rest“, sagt er vor den Partien auf Pauli und gegen Sandhausen - „ist Kür“. Für ihn wie für das Team, das aber nach dem erreichten Kernziel Klasenerhalt den Schlendrian nicht einkehren lassen will: „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, sagt Gregoritsch.

Dabei dürfte er am Sonntag wieder auf dem Flügel spielen, denn der zuletzt gesperrte Simon Terodde kehrt zurück. Terodde will sich die Zweitliga-Torjägerkanone sichern - im Hexenkessel verspricht das im Zusammenspiel mit Eisfeld und Terrazzino: Vollgasfußball.