Grammozis will zurückfinden zum schnellen Spiel

Nur noch drei Partien bleiben den VfL-Talenten, bevor die U23 ein Fall für die Geschichtsbücher wird. Im vorletzten Auswärtsspiel wartet noch einmal ein richtiges Highlight auf das Regionalliga-Team: Der Spitzenklub Viktoria Köln fordert am Samstag (14 Uhr) die Bochumer.

Nach zwei Niederlagen in Folge will der VfL ausgerechnet gegen die wiedererstarkten Rheinländer zurück in die Erfolgsspur. „Wir wollen die drei Punkte aus Köln entführen“, kündigt Trainer Dimitrios Grammozis selbstbewusst an, dessen Team auf Platz 16 vier Punkte Rückstand auf Wattenscheid hat.

Für die Viktoria geht es nach einer mäßigen Hinrunde wohl für alle etwas überraschend doch noch um den Aufstieg, nur ein Punkt fehlt noch auf den schwächelnden Spitzenreiter Mönchengladbach. Angesichts der acht Punkte Rückstand auf Aachen am 21. Spieltag verschwand die Viktoria aus dem Kreis der Aufstiegsanwärter. Doch dann kam die Wende. Seit zehn Spielen gab es keine Niederlage mehr und nur vier Gegentreffer. Auch Jules Schwadorf, der Winterneuzugang aus Wattenscheid, hat zum Aufschwung beigetragen. Die Stars sind aber Abwehrchef Markus Brzenska, Mittelfeld-Regisseur Mike Wunderlich, der schon 18 Treffer auf dem Konto hat, und der neue Knipser aus Dortmund, der Finne Tim Väyrynen (10 Spiele/7 Tore).

Dass Köln noch oben herangerückt ist, sieht Grammozis eher als Vorteil für seine Mannschaft: „Für uns ist das die große Chance. Sie haben den Druck, und wir können befreit auftreten. Niemand erwartet von uns, dass wir in Köln etwas holen.“ Der VfL-Trainer hingegen glaubt an einen Sieg gegen den Favoriten und will seine Mannschaft dementsprechend offensiv agieren lassen: „Wir werden keine passive Rolle einnehmen. Wir müssen zurück zu dem schnellen Spiel nach vorne, das uns noch vor kurzem ausgezeichnet hat.“

Im Vergleich zur Niederlage gegen Schalke (1:2) in der vergangenen Woche muss Grammozis allerdings erheblich umbauen. David Zajas ist Gelb-gesperrt, eine Vielzahl von Spieler fällt aus. Am Freitag trainierten nur noch 13 U23-Akteure am Nachwuchszentrum, doch auch das sieht der Trainer eher positiv: „Ich bin ganz ruhig. Die Jungs haben mir stets gezeigt, dass sie bereit sind und haben eine Chance verdient.“