Fragezeichen in der Zukunft

Bei allen Vorwürfen aus dem Umfeld muss das mal gesagt werden: Wie sich die von Saisonbeginn an als charakterschwach abgestempelte Mannschaft der SG Wattenscheid 09 bis jetzt gehalten hat – und dass sie überhaupt noch eine gewichtige Rolle im Abstiegskampf spielen kann – ist aller Ehren wert. 09 hat vor dem ultimativen Abstiegs-Showdown gegen den SC Wiedenbrück alles in eigener Hand, womöglich reicht ein Punkt für den Klassenerhalt. Daran hätten die meisten Pessimisten vor Saisonbeginn nicht geglaubt.

Die gute Ausgangsposition ist vor allem ein Verdienst von Trainer Farat Toku. Zur Wintervorbereitung angetreten, hat er die Mannschaft nicht nur körperlich fit gemacht, sondern insbesondere mental – wenngleich es in diesem Punkt unmöglich ist, binnen vier Monaten völlige Konstanz zu schaffen.

Doch selbst, wenn am Samstag alles glatt gehen sollte, werden bei Fans und Umfeld schon bald darauf riesige Fragezeichen aufblitzen. Wie es personell, finanziell, strukturell konkret weitergehen soll, scheint aktuell schließlich unklarer denn je. Echte Transparenz gibt es ja auch noch immer nicht. Aber das ist nicht die Baustelle der Mannschaft, sondern die der Führungsetage bei der SG 09.

Auch das - muss gesagt werden.