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Fitschen gewinnt im Schongang

04.09.2011 | 19:46 Uhr
Fitschen gewinnt im Schongang
Strahlende Sieger: Torsten Graw (li.) und Jan Fitschen vom TV 01. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.
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Rund 2000 Teilnehmer machten die Erstauflage des rewirpower-Halbmarathons zu einem vollen Erfolg.

„Es hat riesigen Spaß gemacht.“ Passender als Jan Fitschen hätte man die Erstauflage des rewirpower-Halbmarathons nicht beschreiben können. Ob Organisatoren, Aktive oder Zuschauer, alle zeigten sich durchweg zufrieden mit der Veranstaltung, an der rund 2050 Läufer teilnahmen. Und Fitschen, der Langstrecken-Spezialist vom TV Wattenscheid 01 hatte besonders Spaß: Er gewann gemeinsam mit Vereinskollege Torsten Graw das 21,098 Kilometer lange Rennen, das über zwei große und eine kleine Runde durch Bochum führte.

Einzig der Startschuss misslang bei der Premiere des Innenstadtlaufs. Dreimal musste Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz den Abzug betätigen, bevor die Läufer mit einem großen Knall und angetrieben durch das rhythmische Trommeln vom Streckenrand loslegen durften. Dann aber sahen die Zuschauer ein tolles Rennen, das Fitschen ab der ersten Runde anführte. Gemeinsam mit Graw teilte er sich erst die Führungsarbeit und dann den Gang über die Ziellinie.

Und so konnten die Zuschauer am Start-/Zielbereich am Schauspielhaus beobachten, wie Fitschens Mimik bei jedem Umlauf entspannter wurde: Von einem Schmunzeln über ein breites Grinsen bis hin zum schlussendlichen Siegerlächeln – auch wenn Fitschens Zeit von 1:13:33 Stunden noch weit von der Olympia-Norm entfernt war.

„Ich bin noch nicht so weit, aber Olympia bleibt das Ziel. Das ist hier allerdings auch keine Strecke für Bestzeiten, dafür ist es zu hügelig“, so Fitschen, der von der Stimmung begeistert war: „Das war klasse, die Leute haben uns wie verrückt angefeuert. Für mich ist das was ganz besonderes, vor der eigenen Haustür zu laufen.“

Auch TV 01-Manager Michael Huke nahm Fitschens „bessere Trainingszeit“ nicht zu wichtig, vor allem da der 34-Jährige mit einer Erkältung ins Rennen gegangen war. Umso mehr freute Huke sich über die zahlreich erschienenen Zuschauer und die gelungene Organisation: „Alle Beteiligten waren begeistert. Ich würde sagen, das war ein gelungenes Debüt. Wir wollen das im nächsten Jahr gerne weiterführen und entwickeln.“

Hinter den Wattenscheider Doppelsiegern kamen Zakaria Talbi (LGO Dortmund) sowie Klaus Eickel von der LGO Bochum ins Ziel (01:15:37) – und nur wenige Meter dahinter schon die erste Frau. Die Äthiopierin Eleni Gebremedhin vom TV Wattenscheid legte eine Zeit von 1:15:48 Stunden hin und blieb damit keine drei Minuten hinter den Siegern der männlichen Konkurrenz zurück. „Es war ein guter Lauf auf einer guten Strecke“, resümierte Gebremedhin.

Halbmarathon in Bochum

Gut getarnt im bunt gemischten Teilnehmerfeld fand sich neben Fitschen auch weitere Bochumer Sportprominenz. So versuchte sich etwa die ehemalige 800-Meter Läuferin Janina Goldfuß, die Anfang des Jahres zurückgetreten war, erfolgreich auf größerer Strecke (01:36:22) und wurde Dritte bei den Frauen. THC-Spielerin Hanna Krampe versuchte es ebenfalls mit Lauf- statt Tennisschuhen. In einem Team mit den Eltern und dem Bruder lief sie die Staffel, die insgesamt auf Platz 31 landete.

 

Felix Kannengießer

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