Felix Bastians ist bereits „fit wie die anderen“

San Pedro del Pinatar..  Nein, völlig erschöpft wirkt Felix Bastians (noch) nicht am frühen Nachmittag, vor der zweiten Einheit. „Ich habe lieber eine hohe Intensität beim Training als nur zu laufen”, sagt der zum VfL zurückgekehrte Linksfuß. „Das Training ist hart, aber es macht trotzdem Spaß, weil alles mit Ball passiert.”

Aktuell ist der Name ohnehin Programm: Felix, der Glückliche. Nach einem Jahr mit viel Verletzungspech beim VfL und einer Rückkehr zur Hertha aus Berlin, bei der er keine Perspektive mehr hatte und sein vorzeitiger Abschied vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit einer hohen Abfindung versüßt wurde („Über die Trennung will und darf ich nicht sprechen”), ist der offensiv eingestellte Verteidiger seit Januar wieder spielberechtigt für den Zweitligisten. Gestern absolvierte der 27-Jährige, der seit November bereits in Bochum mittrainiert und vorerst nur bis zum Sommer vertraglich gebunden ist an den VfL, gegen Cercle Brügge seine erste Partie nach acht Monaten ohne Spielpraxis. Fit, sagt er, sei er jedenfalls, „so fit wie die anderen”, zu „100 Prozent” startklar: „Ich freue mich auf die Spiele.”

Anders als in der Vorsaison, als er in seinen verletzungsbedingt nur 13 Spielen stets auf der linken Seite (Verteidigung/Mittelfeld) zum Zug kam, ist er vorerst „als Innenverteidiger”, so Trainer Gertjan Verbeek klipp und klar auf die entsprechende Frage, vorgesehen. „Das ist für mich kein Problem”, sagt Bastians, der auch in Berlin, als er noch spielen durfte, stets innen eingesetzt worden war. „Der Trainer bringt seine Vorstellung klar zum Ausdruck, daran kann man sich gut orientieren”, sagt er. Die offensive Orientierung von Verbeek kommt Bastians, der sich das Zimmer mit Heiko Butscher, seinem Spezi aus gemeinsamen Freiburger Zeiten teilt, dabei entgegen. Auch für die Innenverteidiger bedeutet das viel Laufarbeit. Bastians: „Wenn wir das alles so umsetzen können, sind wir gut zu Fuß.”