Fabian Gering will die Spitze Europas attackieren

Will sich nicht unterkriegen lassen im Endlauf der U-20-EM: Fabian Gering.
Will sich nicht unterkriegen lassen im Endlauf der U-20-EM: Fabian Gering.
Foto: Wolfgang Birkenstock
Was wir bereits wissen
Fabian Gering ist neben Sprinter Kai Köllmann der zweite Athlet des TV Wattenscheid 01, der bei den U20-Europameisterschaften in Eskilstuna in Schweden dabei ist.

Da es keinen Vorlauf gibt, ist er am morgigen Donnerstag (20 Uhr) gleich im Finale gefordert über 10.000 Meter.

Dabei hatte Gering eigentlich die 5.000 Meter anvisiert in dieser Saison, doch der Neuzugang aus Sachsen verpasste die EM-Norm um ein paar Sekunden. Stattdessen klappte es über die doppelte Distanz mit . 30:17,14 Minuten. Dass seine Bestzeit in Schweden fällt, glaubt er nicht. Ganz im Gegenteil: „Ich denke, das Rennen wird von Anfang an eher taktisch geprägt sein.“ Ein typisches Meisterschaftsrennen. Der 1,81 Meter große und 65 Kilogramm schwere Wattenscheider möchte so lange wie möglich dran bleiben. „Ich muss anfangs Kräfte sparen“, sagt er und gesteht, dass ihm die Spielchen, die die Spitze gerne mit wechselndem Tempo treibt, nicht unbedingt liegen. Am Punch auf der letzten Runde hat Gering aber zuletzt viel gearbeitet, erzählt er: „Ich habe die Schlussrunde verbessert.“

Mit 15 entschied er sich gegen Fußball

Siebter ist Gering mit seiner Zeit derzeit in Europa und würde diesen Platz gerne verteidigen. „Die Top acht sind das Ziel. Die restlichen Läufer kenne ich aber gar nicht. Ich weiß nicht, wer rennt und wer vielleicht lieber die 5.000 läuft“, sagt er.

Internationale Erfahrung kann er kaum vorweisen. Bei der Cross-EM war er dabei, sonst kommen keine internationalen Meisterschaftsrennen dazu. Für die Jugend-DM in Jena zwei Wochen nach der EM plant er, dann wieder über 5000m zu starten. Auf die Deutsche Meisterschaft in Nürnberg kommende Woche verzichtet er, um nicht zu überdrehen.

Aktuell trainiert Gering noch bei seinem alten Verein, der LG Vogtland. Der gebürtige Plauener peilt im August oder September den Umzug nach Wattenscheid an. Der angehende Medizinstudent sah sich bereits die Lohrheide an: „Ich war von den Trainingsmöglichkeiten in Wattenscheid sofort begeistert“, sagt er. Ab dem Herbst wird Gering dann unter Tono Kirschbaum trainieren.

Bis zum 15. Lebensjahr spielte Gering übrigens ambitioniert Fußball – dann entschied er sich für die Leichtathletik. Angesichts seiner EM-Quali-Zeit keine schlechte Wahl.