Einmal nur geführt - und gewonnen
02.02.2012 | 17:59 Uhr 2012-02-02T17:59:00+0100
Mit dem 9:8-Erfolg im Unibad stürzte das Oberliga-Team von Blau-Weiß Bochum die Reserve von RE Hamm/Brambauer von der Tabellenspitze.
BW Bochum -
RE Hamm/Brambauer II9:8
Viertelergebnisse: 1:3; 2:1; 3:3; 3:1
Blau-Weiß-Männer: Wehner, Ryabkin, Salamon, Breuner, Grothues (2 Tore), Altmann, Dahms, Motte (3), Blase, Scharf (1), Meier, Canavan (1), M. Schulte (2).
Das war spannend. Im Unibad gastierte mit der Zweitvertretung von Hamm/Brambauer der Oberliga-Spitzenreiter. Und der war die Position am Ende los. Dabei hatten die Gäste am Anfang das Spiel kontrolliert, die Blau-Weißen mussten sich mühen, innerhalb der Angriffszeit in den Halbkreis zu kommen. So resultierte das Bochumer 1:0 durch Felix Grothues auch aus einem Schuss von der Mittellinie.
Doch Hamm führte nach dem ersten Viertel mit 3:1. Danach wurde es ausgeglichener, auch, weil die Blau-Weißen nun die Überzahlchancen gut verwerteten. Zweimal fand Michael Motte die Lücke. So auch beim 6:7-Anschluss, ganz knapp vor dem Ablauf des dritten Abschnitts. „Wir hätten schon vorher führen können, haben uns aber mehrmals um den Lohn gebracht“, sollte später Peter Voß analysieren. Bochums Trainer spielte auf Szenen an, wie diese: Gerade hatte Malte Schulte im harten Kampf hinten dafür gesorgt, dass sein Gegner rausflog, da kassierte Yuri Ryabkin vorne ein Stürmerfoul; oder zum Start des Schlussviertels, als Motte einen Ball in eigener Hälfte verlor.
Doch der Kampfgeist war geweckt. Hamm/Brambauer baute konditionell ab, versuchte es nur noch mit Bogenlampen - ein Zeichen schwindender Kräfte. Und so feuerte erst Motte zentral durch den Block zum 8:8-Ausgleich, ehe Schulte das letzte Überzahlspiel 50 Sekunden vor Abpfiff mit dem Siegtreffer krönte. So waren sich alle einig: Man muss im Spiel nur einmal führen - am besten am Schluss.
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