Einfach überrant: Riemke steckt in der Krise

Seine sechs Tore konnten die Niederlage nicht verhindern: Steffen Lüning.
Seine sechs Tore konnten die Niederlage nicht verhindern: Steffen Lüning.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Teutonia Riemke hat sich eine empfindliche und verdiente 24:30 (9:14)-Niederlage gegen den TuS Hattingen eingefangen. Es war die dritte Niederlage in Folge.

SV Teutonia Riemke -
TuS Hattingen 24:30

SVT: Stecken (1.-60.), Hahn (n.e.); Bouali (6/4), Lüning (6), Braithwaite (5), Speckamp (3), Driesel (3), Kramer (1), Müller, Geukes, Segatz, Aufermann, Robert

Wenn eine Mannschaft, die in den letzten Wochen von Erfolg zu Erfolg geeilt ist, auf einen Gegner trifft, der verunsichert ist – dann kann das schon mal bitterböse enden. So wie am Samstagabend in der Heinrich-Böll-Halle, als sich Handball-Verbandsligist Teutonia Riemke eine empfindliche und verdiente 24:30 (9:14)-Niederlage fing. Es war die dritte Niederlage in Folge, und für Riemke stehen mit den Duellen gegen die Kellerkinder Herne sowie Plettenberg nun richtungsweisende Spiele an, um nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten.

„Wir trudeln immer weiter runter“, wirkte Teutonia-Trainer Timo Marcinowski nach der Partie: „Hattingen ist sehr dynamisch, die haben wirklich ein Bombenspiel gemacht und hatten richtig Bock, zu zocken.“

Und Riemke? Nun ja. Symbolisierte eben eher das Gegenteil.

Gekämpft haben sie zwar, aber auch das bewahrte die Teutonia nicht vor 15 technischen Fehlern und 18 Fehlwürfen. Die aggressive, unangenehme 4:2-Deckung der Hattinger provozierte immer wieder technische Unzulänglichkeiten, und im Ausnutzen der Gegenstoßgelegenheiten blieb der TuS über die gesamte Spieldauer eiskalt. Zusätzlich unterband Hattingen das Riemker Tempospiel komplett. Es sind die Hauptgründe dafür, dass die Gäste nach dem 8:8 (18.) – angetrieben von den Haupttorschützen Linus Großmann, Jakob Jäger und Matthias Sinnemann – erstmals davonzogen: 9:14 zur Pause.

Riemke konnte in der zweiten Halbzeit nie mehr entscheidend verkürzen. „Obwohl Hattingen im Schnitt deutlich jünger ist als wir, haben sie viel clevereren Handball gespielt“, kritisierte Marcinowski: „Wir müssen jetzt mal wieder punkten. Das ist nicht mehr die Mannschaft, die wir zu Saisonbeginn hatten.“