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Wasserball - 2. Liga West

Eine Zwischensaison

20.11.2009 | 20:57 Uhr

Die Blau-Weiß-Männer starten beim PSV Duisburg in ein Spieljahr mit einigen Hindernissen. Im Trainingsbetrieb sind die Bochumer oft nur Gäste anderer Vereine. Erst im Mai wird es das erste Heimspiel geben.

Letzte Anweisungen vor dem Start gibt Trainer Frank „Summer” Schumacher. Wie hier im Unibad Querenburg wird man die Bochumer allerdings nicht zu sehen bekommen. Foto: Karl Gatzmanga

„Natürlich trifft es uns, dass das Unibad geschlossen ist”, sagt Bochums Wasserball-Trainer Frank Schumacher. Gerade trudeln seine Zweitliga-Spieler am Treffpunkt ein. Zum Training machte sich der Tross am Freitagabend auf Richtung Iserlohn.

So war es oft in den letzten Wochen. Die Blau-Weißen müssen an adäquaten Wasserflächen nehmen, was andere Vereine anbieten. Mehrfach war das Team schon in Hamm. Wuppertal und Solingen stehen auch auf dem Fahrplan. „Es ist gut, dass wir wenigstens das kleine Westenfeld-Bad haben”, meint Torwart Sebastian Wehner. Doch mit den wenigen Bahnen lässt sich eben der echte Wettbewerb kaum simulieren. „Und auf der einen Seite dort”, ergänzt Schumacher, „da stehen meine Leute bei nur 1,80m Wassertiefe eben mit den Füßen auf dem Boden”.

Bei den widrigen Vorbereitungsmöglichkeiten trifft es sich deshalb nicht schlecht, dass der Startgegner am Samstag keine „Übermannschaft” ist. Es geht zum PSV Duisburg (14 Uhr; Schwimmstadion Wedau).

„Das ist ein Gegner, bei dem wir auf jeden Fall die ersten Zähler sichern wollen”, sagt der Blau-Weiß-Trainer. Die „Polizisten” stiegen vergangene Saison sportlich ab, blieben aber in der Klasse, weil Düsseldorf seine Mannschaft zurückzog und der Nachbar Duisburg 98 den 1. Liga-Aufstieg schaffte. Schumacher hat fast sein komplettes Team beisammen. Verhindert ist nur Christoph Scharf. Ein Fragezeichen steht hinter Roni Wloka, der verletzungsbedingt lange pausierte.

„So richtig wissen wir noch nicht, wo wir leistungsmäßig stehen”, räumt Tormann Wehner ein. Einen Dämpfer gab es bereits mit der 8:19-Erstrunden-Niederlage im Pokal bei Leimen/Mannheim. Eine Platzierung zwischen den Rängen drei und sieben nannte „Summer” Schumacher als Ziel. „In dem Bereich sind viele Teams eng beieinander.” Favoriten auf die ersten Plätze sind Absteiger Brambauer und der ASC Duisburg II.

Aus der Not heraus gestaltet sich der Spielplan etwas kurios. Die Bochumer absolvieren in der Hinserie alle Auswärtsspiele. Schumacher: „Was uns aufrecht hält ist, ab Mai geht es dann raus in unser Wiesentalbad. Da hoffe ich dann auf einen zusätzlichen Schub durch den Heimvorteil.”

2. Liga-Kader SV Blau-Weiß Bochum:

Sebastian Wehner, Patrick Meier, Sebastian Hoffmann, Peter Voß, Fabian Meier, Sebastian Schulte, Michael Motte, Christoph Scharf, Conrad Waleczek, Timo Mast, Malte Schulte, Jan Dryden, Dennis Salamon, Ronald Wloka.

Christian Meister

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