Eine Vorführung erster Güte
05.02.2012 | 19:34 Uhr 2012-02-05T19:34:00+0100
Gegen den TuS Spenge sieht Teutonia Riemke überhaupt kein Land und kassiert eine völlig verdiente 20:34-Niederlage. Die Damen um Trainer Michael Schmidtmann haben einen Konkurrenten im Abstiegskampf vorerst abgeschüttelt und dürfen nun sogar wieder in Richtung oberes Mittelfeld schielen.
SV Teutonia Riemke -
TuS Spenge20:34
SVT: Erzfeld, Zidorn; Eisberg (4/2), Driesel (1), Bekston, Al-Youssef (1), Braun (2), Stöckmann (1), Geukes, Lüning (5), Wild (1), Barth, Samija (1), Bekston (4).
In dieser Form werden die Oberliga-Handballer von Teutonia Riemke die Klasse nicht halten können: Gegen den Aufstiegsaspiranten TuS Spenge ließ sich die Sieben von Dieter Lenz ohne Gegenwehr vermöbeln und unterlag völlig verdient mit 20:34 (11:17).
Hatten die Teutonen gegen Spitzenreiter VfL Gladbeck vor zwei Wochen noch so prima dagegen gehalten, fehlte gegen den Tabellenzweiten so gut wie alles. Kein Kampf, keine Laufbereitschaft, kein erkennbarer Wille, vorne Druck zu entwickeln. Spenge musste so kaum Beinarbeit leisten und kam zu vielen leichten Ballgewinnen, die prompt zu lockeren Gegenstoßtoren führten. Bis zum 3:3 hielt die Lenz-Sieben noch den Anschluss, anschließend brachen aber alle Dämme. Vom 4:6 (9.) ging’s bis zum 6:16 (23.) - eine Vorführung erster Güte. Riemke blieb dennoch völlig konfus, vor allem den überragenden Halblinken Joel Huesmann bekamen die Grün-Weißen partout nicht in den Griff. Vor der Pause nahm Spenge ein bisschen das Tempo aus dem Spiel, Riemke tastete sich noch auf 11:17 heran.
Und wer weiß? Vielleicht wäre ja noch etwas möglich gewesen, wenn Janis Braun nicht direkt die ersten beiden freien Würfe in Durchgang zwei vergeben hätte. „Da hätten wir noch mal Mut schöpfen können“, so Lenz, der von „eklatanten Fehlern“ sprach. Durch diese nämlich hielt der TuS die Teutonen immer auf Abstand, konnte sich beim 14:23 (44.) gedanklich schon auf die Rückfahrt einstellen. „Wir hätten uns ja wenigstens teuer verkaufen können - aber selbst das haben wir nicht getan“, war Dieter Lenz enttäuscht.
HSE Hamm -
SV Teutonia Riemke24:30
SVT: Y. Dietrich; Niggemeyer (3), Hurrelmeyer, Lehnen (3), Berens, Müller, Ißleib (9/6), Kuhn (1), Güntner (1), Tahirovic (4), Klaile (1), Wozniak (2), Lampe (1), Grzegorczyk (5).
Es ist eine seltsame Saison für die Oberliga-Handballerinnen von Teutonia Riemke. Mal sind sie plötzlich in akuter Abstiegsgefahr. Und mal, so wie jetzt nach dem 30:24 (12:11) beim „Kellerkind“ HSE Hamm, darf die Sieben von Michael Schmidtmann wieder vorsichtig am oberen Mittelfeld schnuppern.
Wichtig war in Hamm die Beharrlichkeit, mit der die Riemkerinnen den Gastgebern gegenüber traten. Hamm stand mit dem Rücken zur Wand, musste punkten, um den Anschluss im Abstiegskampf nicht gänzlich zu verlieren. So drückte das Team von Trainerin Janet Kliewe mächtig auf die Tube, machte Tempo ohne Ende und verdiente sich daher auch den 11:12-Pausenstand - alles noch offen. Riemke konnte das Tempo zwar gut mitgehen, aber Schmidtmann fand ein dickes Haar in der Suppe: „Wir haben uns in der ersten Hälfte zu viele technische Fehler geleistet. Hamm hat die zum Glück nicht konsequent ausgenutzt.“
In der zweiten Hälfte zeigte sich die große Riemker Qualität dieser Saison. Hamm brach ab der 40. Minute (17:17) konditionell ein, Riemke war noch voll auf der Hut - und diese Steilvorlage verwertete man dann eiskalt. Über 23:18 und 27:20 setzte man sich ab - die Partie war entschieden. „Wir sind jetzt wieder in der Spur, haben erstmal keine Unruhe“, so Schmidtmann, der Denise Grzegorczyk (fünf Tore) lobte: „In der Abwehr hat sie einige Bälle klasse antizipiert.“
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