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Eine Sandburg für den Teamgeist

03.09.2009 | 21:19 Uhr

Die AstroStars bestritten die Vorbereitung mit ein paar psychologischen Kniffen, besonders im Trainingslager in Westerstede, wo am Strand „Teambuilding” geprobt wurde. Nach einer Spielzeit im Mittelfeld will der Klub „zurück in die Region, in der wir schon mal waren”, so Chefcoach Thorsten Morzuch.

Trainer Thorsten Morzuch (Mitte) im Kreis der Neuen: (v.l.) Neben den Bochumer Talenten Till Gloger und Christopher Kleine kam der US-Boy Jonathan Adams, Sebastian Kleina, Kai Friedrich und der amerikanische Aufbauspieler Andre Murray zur Mannschaft aus dem Südpark. Foto: WAZ, Olaf Ziegler.

Alles aufstellen zum Gruppenfoto. Die langen Kerls der Bochum AstroStars ließen sich wieder ablichten. Ein untrügliches Zeichen, dass die Saison startet. Und so drängelten sich Bochums klassenhöchste Basketballer, 14 Spieler und die Offiziellen, beim Partner und Fitness-Studio 'go first!' in ihren orange leuchtenden Trikots dicht an dicht.

Am 12. September geht die sechste Regionalliga-Spielzeit der „Astros” los. Und das ausgerechnet beim langjährigen Zweitligisten Schalke 04. „Wir wollen jedenfalls nicht so eine Saison wie die letzte hinlegen”, sagt Trainer Thorsten Morzuch. Sonst immer in der Spitzengruppe, waren die Südparkler letztes Jahr nur im tiefen Mittelfeld (10.) gelandet. „Der Teamspirit stimmte einfach nicht”, hat das Trainergespann als einen der Gründe dafür ausgemacht.

Burgbau unter erschwerten Bedingungen

Daraus ergab sich eine Aufgabe, an der nun im Vorfeld gefeilt werden musste. Besonders das Trainingslager in Westerstede war dazu ausgeguckt. „Teambuilding” nennt man es dann „neudeutsch”, wenn Sportler im Verbund am Strand einem Rugby-Ei hinterherjagen oder gemeinsam – ja wirklich – eine Sandburg bauen. Letzteres fand unter erschwerten Bedingungen statt, etwa: Wasser muss mit den Händen weitergegeben werden. Manche haben die Augen verbunden, andere leiten sie deshalb verbal an. Spielformen von den Blättern der Psychologen. Wenn es Gemeinschaft schafft, warum nicht. „Die Mannschaft wirkt nun sehr harmonisch”, sieht Morzuch, der daneben intensiv am Fastbreak-Spiel arbeiten ließ, die zwischenmenschliche Vorgabe erfüllt.

Vier Neuverpflichtungen

Neu, neben dem vorhandenen Schwung an jungen Talenten, ist dabei ein Quartett. Neben dem Doppelpack aus den USA, in Person von Adams und Murray, sind das Sebastian Kleina und Kai Friedrich. Kleina, 2003/04 schon bei Südpark und dann vier Jahre in der 1. Regionalliga bei Wulfen, war zuletzt zu seinem Stammverein Langendreer zurückgekehrt. „Und dann stand da immer einer vor meiner Tür und hat gequengelt”, erzählt der lange Center mit einem kleinen Seitenblick auf Manager Hans-Peter Diehr.

Flügelmann Friedrich war 13 Jahre für die Dortmunder Konkurrenz aus dem Brügmann-Block am Ball und dort auch Kapitän. „Er bringt viel Stabilität ins Team”, setzt Manager Diehr besonders auf die Erfahrung des 34-Jährigen.

Soll das Spiel der Bochum AstroStars lenken: der 21-jährige Andre Murray von den Portland Vikings. Foto: WAZ, Olaf Ziegler.

Nicht viel von den Gesprächen auf dem Pressetermin verstehen konnten die beiden jungen Männer aus Übersee. Kein Wunder, sind sie doch noch keine vier Wochen in Bochum. „Wir sind freundlich aufgenommen worden, alle sind sehr hilfsbereit”, lobt der 2,05m lange Jonathan Adams in breitem Amerikanisch die Betreuung. Die Stadt haben sie schon besichtigt, waren essen. Und dann sorgte Andre Murray mit nur einem Satz für Heiterkeit in der Runde: „Die Mädchen hier sind wirklich hübsch”, sagt die Spielmacher-Hoffnung der AstroStars.

Die Klub-Verantwortlichen sind sicher, dass beide beste individuellen Fähigkeiten mitbringen. Morzuch: „Sie müssen hier nur richtig ankommen. Bereit sein, eine Schlüsselrolle zu übernehmen.”

Sonntag: Herten-Test

Am Samstag treten die „Astros” in der ersten Runde des WBV-Pokals bei den drei Klassen tiefer agierenden Männern vom VfL Bochum an (18 Uhr, Lohring). „Da spielt dann aber die 2. Manschaft, verstärkt durch Dustin Killat”, legt Südparks Trainer den Fokus auf Sonntag: Im Testspiel ist dann das Zweitligateam der Hertener Löwen zu Gast (20 Uhr). Doch schon ab 10 Uhr morgens ist einiges los an der Rundsporthalle. Der Verein richtet zusammen mit der BOGESTRA den ersten Jugendbasketball-Tag mit Partien aller Jugendteams, Spielen und Rahmenprogramm aus und hält Informationen für interessierte Kinder und Eltern bereit.

Christian Meister

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Kommentare
04.09.2009
12:35
Eine Sandburg für den Teamgeist
von Most Valuable Player | #1

Endlich mal ein informativ UND nett geschriebener Lokalsport-Artikel über Basketball. Der Autor hat sich ja richtig Mühe gegeben. Gibts leider viel zu selten.

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