Eine „fast schon unheimliche“ Serie

VfL Bochum U23 -
FC Kray 4:0 (1:0)

VfL: Dornebusch – Niepsuj, Jakubowski, Spillmann, Cokkosan – Maria (76. Bluni), Brümmer (79. Siala), Zajas, Kurt, Maerz (68. Tünte) - Göttel

Tore: 1:0 Niepsuj (2.), 2:0 Maria (64.), 3:0 Bluni (87.), 4:0 Kurt (89.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Krays Akmann (44., wdh. Foulspiel)

Die U23 hat ihre Serie mit einem 4:0 gegen den FC Kray fortgesetzt und ist damit seit fünf Spielen unbesiegt. Die Essener machten es den Bochumern allerdings nicht besonders schwer, spielten aufgrund einer Gelb-Roten Karte zudem eine Halbzeit lang in Unterzahl. „Wir sind geduldig geblieben, auch als wir nach dem Platzverweis in Überzahl gespielt haben. Wir sind sehr glücklich über die Serie der letzten Wochen, das ist ja schon fast unheimlich“, lobte Trainer Dimitrios Grammozis.

Gegen den FC Kray musste der U23-Trainer auf Ridvan Balci verzichten, der bei den Profis in München eingesetzt wurde. Dafür rückte Christian Maerz in die erste Elf, ebenso wie Moritz Göttel und Kapitän David Zajas für Laurynas Kulikas und Gazi Siala. Trotzdem trat der VfL so stark wie bei den drei Siegen zuvor auf - seit das Aus der U23 nach dieser Saison beschlossen ist, trumpft der Nachwuchs wie verwandelt auf. Der VfL übernahm vom Start weg die Spielkontrolle. Mehr als nur das: Keine zwei Minuten waren gespielt, da zog Rechtsverteidiger David Niepsuj ins Zentrum und markierte aus gut 16 Metern das 1:0.

Mit bissiger Zweikampfführung und gefälligen Kombinationen dominierte der VfL, nur Effizienz fehlte. Göttel hatte dreimal die Chance auf das 2:0, Maria und Maerz zweimal. Kray fand gar nicht ins Spiel, die wenigen Angriffe erwiesen sich als brotlose Kunst: lange Bälle, Fernschüsse, technische Fehler. Obendrein kassierte Ömer Akmann nach wiederholt hartem Einsteigen eine Minute vor dem Seitenwechsel Gelb-Rot, in die zweite Hälfte musste Kray mit zehn Mann starten.

In der 64. Minute fiel die Entscheidung, als der starke Maria nach einer Balleroberung und einem Solo zum 2:0 vollstreckte. Einmal kam Essen noch vor das VfL-Tor (70.), ansonsten spielten nur noch die Gastgeber. Keinen glücklichen Tag erwischte dabei der engagierte Göttel, der wieder mehrfach vor das Krayer Gehäuse kam, aber sich nicht mit einem Treffer belohnte. Besser machten es Julian Bluni und Sinan Kurt, die kurz vor Schluss das Ergebnis auf 4:0 in die Höhe schraubten.