„Ein bitterer Abend“

Felix Dornebusch (VFL) gegen Björn Kluft (RWE). Michael Gohl / FUNKE Foto Services
Felix Dornebusch (VFL) gegen Björn Kluft (RWE). Michael Gohl / FUNKE Foto Services
Foto: WAZ FotoPool

RW Essen -
VfL Bochum U23 0:1 (0:0)

VfL: Dornebusch - Niepsuj, Siala (79. Sulejmani), Spillmann, Cokkosan (92. März) - Kurt, Jakubowski - Balci (74. Brümmer), Gulden, Maria - Kulikas

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Kevin Brümmer (81., Tätlichkeit)

Tor: 1:0 Hermes (72.)

Der VfL ist mit einer Niederlage in die Rückrunde gestartet, hat sich in Essen aber gut verkauft. Die Mannschaft von Dimitrios Grammozis präsentierte sich vor allem defensiv diszipliniert und machte dem Tabellenzweiten das Leben schwer. „Das war ein sehr bitterer Abend für uns. Wir haben Essen Paroli geboten und hätten mit ein bisschen Glück etwas mitnehmen können“, haderte Grammozis, der krankheitsbedingt auf seinen Kapitän David Zajas verzichten musste. Für ihn spielte Innenverteidiger Norman Jakubowski im Mittelfeld.

Die Essener übernahmen vor 7214 Zuschauern vom Anpfiff weg die Spielkontrolle an der Hafenstraße, kamen aber vor allem über Einzelaktionen vor das Bochumer Tor. Schon in der zweiten Minute landete ein Versuch von Tobias Steffen knapp über dem Querbalken. Auch Marcel Platzek, Philipp Zeiger, Daniel Grebe und der Ex-Bochumer Sven Kreyer hatten ihre Chancen. Torhüter Felix Dornebusch, der zweite Jungprofi neben Henrik Gulden bei der U23, konnte sich mit ansehnlichen Flugparaden auszeichnen. Der VfL wehrte sich nach allen Kräften, trat offensiv jedoch, außer bei einem Versuch von David Niepsuj, nicht wirklich in Erscheinung.

Nach dem Seitenwechsel legte Bochum einen Gang zu, versuchte auch offensiv Akzente zu setzen, Laurynas Kulikas und Gazi Siala gehörten die ersten Chancen. Mit fortlaufender Spielzeit wurde das Publikum ungeduldiger, die Gastgeber ließen sich verunsichern. Durch die Einwechslungen von Marwin Studtrucker und Tim Hermes, den beiden Außenspielern, änderten sich die Verhältnisse jedoch, RWE kam noch einmal und belohnte sich: Kreyer nahm einen Ball von Studtrucker auf und passte von rechts in die Mitte, wo der ungedeckte Hermes nur noch einschieben musste (72.). Zur Schlussoffensive kam es für den VfL nicht mehr, stattdessen war Unterzahl angesagt, denn kurz nach seiner Einwechslung kassierte Kevin Brümmer die Rote Karte (81.).