Ehrenhaftes Remis zum Abschied

1. FFC Turbine Potsdam II -
VfL Bochum 2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Schlanke (33./Eigentor), 1:1 Greulich (45.), 1:2 Grünheid (70.), Draws (93.)

VfL Bochum: Schlüter (72. Stober) - Neuhaus (72. Buczkowski), Angrick, Bock, Bröckl - Kalamanda, Heep - Ließem (47. Gosch), Richter, Josten - Grünheid

Ja, sie hatten noch einmal eine schöne Zeit miteinander in Berlin, und gewonnen hätten sie zum Abschluss auch liebend gerne, aber ein Tor in der Nachspielzeit verwehrte den Zweitliga-Frauen des VfL Bochum den Erfolg. Die Mannschaft von Trainerin Sabrina Gesell trennte sich von der Potsdamer Reserve mit einem ehrenvollen 2:2. Es war vermutlich das letzte Spiel einer Bochumer Zweitliga-Mannschaft.

Dementsprechend ging es am Ende schon „ein bisschen emotional“, wie die Trainerin sagte, zu. Allemal war der Zusammenhalt dieser Mannschaft gerühmt worden, die nun auseinander bricht. Etliche zieht es weg, sie bleiben in der Zweiten Liga, aber einige machen auch in Bochum - dann im Regionalliga-Team - weiter.

Nach dem Sigthseeing in Berlin war der Ehrgeiz noch einmal groß, dem Tabellendritten mutig entgegen zu treten. Das gelang zwar nach der Halbzeitpause besser als vorher, aber insgesamt, so Sabrina Gesell, sei die Partie schon „relativ ausgeglichen“ gewesen. Beim Führungstor hatten die Gäste etwas Glück, denn Franziska Bröckls Hereingabe wurde schließlich von einer Potsdamerin unglücklich ins eigene Tor gelenkt. Fast wäre man mit diesem Zwischenstand in die Kabinen gegangen, doch Sekunden vor dem Halbzeit gelang es den Hausherrinnen auszugleichen, als eine Flanke durch den Bochumer Strafraum segelte und die - aus VfL-Sicht - falsche Abnehmerin fand.

Nach dem Seitenwechsel entwickelten die Bochumerinnen etwas mehr Druck, doch es bedurfte einer Einzelleistung von Sarah Grünheid, um erneut in Führung zu gehen. Die Angreiferin eroberte am gegnerischen Strafraum den Ball und schloss energisch ab. Nun schien doch alles nach einem Erfolg zum Abschied auszusehen, doch der Schlusspfiff wollte und wollte nicht kommen. In der 93. Minute passierte es dann, landete der Ball zum zweiten Mal im Bochumer Tor - diesmal hinter Lara Stober, die, so Sabrina Gesell, „ein super Rückhalt gewesen ist die gesamte Saison“. Stober bekam anstelle von Carina Schlüter, die zum Herforder SV/Bor. Friedensthal wechseln wird, noch ein paar Einsatzminuten als Dankeschön.

Wegen des Rückzuges des Zweitligateams muss auch die Regionalliga-Mannschaft eine Etage runter. Was bedeutet, dass der VfL Bochum, so denn der Antrag vom Verband genehmigt wird, in der kommenden Spielzeit mit einer Regionalliga- und einer Westfalenliga-Mannschaft antreten wird.