Duell um den Kronprinzen-Rang

Nach unfreiwilliger Pause müssen Bochums Wasserballerinnen heute schnell auf „Betriebstemperatur“ kommen. Im heimischen Unibad (19.30 Uhr) erwarten sie den letztjährigen Vizemeister und Pokal-Zweiten Hannoverscher SV.

Auch diese Saison schicken sich die Hannoveranerinnen an, zweite Kraft hinter Uerdingen zu sein und haben noch ein verlustpunktfreies Konto. „Allerdings sind sie im Gegensatz zu uns noch nicht auf Bayer getroffen“, sagt Thilo Khil. Wobei der Blau-Weiß-Trainer Sorgen hat. Die ausgefallene Partie gegen Chemnitz war nicht gut für den Spielrhythmus. „Und dann fallen mir meine ersten beiden Centerinnen aus“, so Khil. Caro Lentge ist in ihrem Job als Jugendtrainerin für den Verband unterwegs, Marleen Zimmermann plagt eine Fußverletzung. Ausgerechnet gegen diesen Gegner, mit dem sich die Bochumerinnen um die Position hinter Uerdingen streiten wollen.

„Der HSV ist ziemlich komplett besetzt“, weiß Bochums Trainer. Und beschreibt Hannovers zentrale Achse aus Torfrau Reinhart, der bulligen Mittelverteidigerin Bujka, die aus Duisburg kam, der früheren Neuköllnerin Smith und Centerin Gesa Deike – mit 13 Toren zurzeit Vierte in der Torschützenliste. Zwar verließ das Team eine Gruppe um Führungsspielerin Carmen Gelse, die beim Neu-Bundesligisten Waspo unterkamen, doch die HSV-Wasserballerinnen scheinen dies gut kompensiert zu haben. „Wir müssen alles ins Wasser bringen, was wir drauf haben“, sagt Khil.

Zuvor ist bei den Männern Zweitliga-Aufsteiger Blau-Weiß gefordert, die aktuelle Punktbilanz (7:7) nach der erwartbaren 13:16-Niederlage bei Amateur Duisburg II wieder in den positiven Bereich zu bringen. Die überwiegend jung besetzte „zweite Welle“ von Bayer Uerdingen ist heute um 16.30 Uhr der Kontrahent im Querenburger Bad.

Dabei warnt Coach Peter Voß besonders vor einem Mann: „Bayer II stellt mit Ben Boffen einen richtig starken Centerspieler.“ Als Antwort darauf hat Voß natürlich Ex-Nationalspieler Till Rohe im Sinn, der Boffens Bewegungsfreiheit einschränken soll. Wegen einer Erkältungswelle ist bei den Blau-Weißen noch nicht sicher, ob alle Mann an Bord sein werden. Dennoch plant Bochums Trainer mit den Punkten: „Wir wollen die Uerdinger auch über das Schwimmerische packen, denn sie sind nicht von Nummer eins bis 13 gleichmäßig besetzt“, so Voß über den Tabellensiebten.