Driesel mutiert zum Rückraumspieler

Couragiert und treffsicher: Andreas Driesel machte im Rückraum ein Klasse-Spiel und wirbelte Herne - gemeinsam mit
Couragiert und treffsicher: Andreas Driesel machte im Rückraum ein Klasse-Spiel und wirbelte Herne - gemeinsam mit
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Gewonnen, irgendwie – und dieser Derbysieg gegen Westfalia Herne war enorm wichtig für den Handball-Verbandsligisten SV Teutonia Riemke.

SV Teutonia Riemke -
HC Westfalia Herne 37:32

SVT: Stecken, Erzfeld; Braithwaite (11), Driesel (7), Bouali (5), Speckamp (4), Geukes (4), Müller (3), Lüning (1), Segatz (1), Aufermann (1), Wild, Kramer

Gewonnen, irgendwie – und dieser Derbysieg war enorm wichtig für den Handball-Verbandsligisten SV Teutonia Riemke. „Wir sind einfach nur froh – und haben jetzt wieder Anschluss zum Mittelfeld“, meinte ein erleichterter Trainer Timo Marcinowski nach dem 37:32 (17:14) gegen Aufsteiger Westfalia Herne.

Daniel Robert fiel komplett aus, Steffen Lüning war grippegeschwächt

Zum Matchwinner avancierte im Lokalfight einer, der nur aufgrund der Personalnot auf der halblinken Position auch genau dort zum Einsatz kam. Der gelernte Linksaußen Andreas Driesel vertrat den ausgefallenen Daniel Robert sowie den arg grippegeschwächten Steffen Lüning (spielte nur zehn Minuten) – und machte mit sieben Toren ein Klasse-Spiel. „Er hat die Dinger echt richtig gut ‘rein geknallt“, gab’s ein großes Lob von Marcinowski: „Öcki meinte nach dem Spiel zu mir: Stell’ mich da ab jetzt mal öfter hin...“

Die zweite „Lebensversicherung“ an diesem Abend war Linkshänder Merlin Braithwaite mit elf Treffern. Er und Driesel hebelten die 6:0-, 5:1- und später sogar 4:2-Deckung immer wieder aus. Nach einem 4:1-Blitzstart setzte sich die Teutonia zwischenzeitlich gar auf 10:4 ab, ließ Herne bis zur Pause aber wieder herankommen: 14:17.

Hinten teilweise zu passiv

„Vorne waren wir gut, aber unsere Deckungsleistung war nicht in Ordnung“, monierte Marcinowski: Insbesondere der quirlige Tim Bauer stellte die Grün-Weißen über die gesamte Spielzeit vor riesige Probleme.

Gerade zu Spielbeginn ließen sich die Riemker „mit einigen Freiwurfvarianten veräppeln“, waren im 6:0-Verbund zu passiv. Dennoch ließen die Grün-Weißen die Gäste nie näher als auf zwei Tore herankommen. „Zwischenzeitlich waren wir zu hektisch“, erklärte Marcinowski, „aber am Ende hat die geschlossene Mannschaftsleistung den Sieg ausgemacht.“