Drei Finalspiele um den Aufstieg

Strand, Party und am Ballermann die Meisterschaft feiern - dieser Plan des TuS Kaltehardt ging gehörig in die Hose. Nachdem für die Sperber-Elf in den letzten Wochen alles schief gelaufen ist, verbrachte das Team die Mannschaftsfahrt auf Mallorca als zitternder Spitzenreiter anstatt als amtierender Aufsteiger. Woche für Woche verpassten die Kaltehardter es, den Aufstieg klarzumachen - und müssen jetzt mit Hoffen und Bangen dafür bezahlen. Ob der TuS Meister wird, liegt morgen ganz allein in der Hand des Werner SV.

In Werne hatte man den direkten Aufstieg längst abgeschrieben - und nun ist die Chance doch wieder da. Dafür müsste ein Sieg gegen Herbede II (15 Uhr) mit mindestens sieben Toren Unterschied her. Kein leichtes Unterfangen, aber Coach Tobias Wille versichert: „Solange die theoretische Möglichkeit besteht, glauben wir auch daran. Im Fußball ist alles möglich. Wir müssen einfach ein Riesenspiel liefern.“ Er selbst kann ebenso wie Manuel Pfetzing und Markus Maxellon nur vom Seitenrand etwas dazu beitragen (alle verletzt).

Mindestens genauso spannend ist der Kampf um die Meisterschaft der Kreisliga A1. Die Ausgangslage: TuS Harpen hat einen Punkt Vorsprung auf die DJK Wattenscheid, die drei Zähler vor Phönix liegt. Phönix hat aber das bessere Torverhältnis als Wattenscheid, würde bei einem Sieg im direkten Duell also an der DJK vorbeiziehen auf Relegationsrang zwei.

Die besten Voraussetzungen für den Aufstieg hat aber der Spitzenreiter. Ein Sieg gegen Westfalia Bochum (15 Uhr, Heinrichstraße) und keiner könnte dem TuS Harpen die Meisterschale noch nehmen. Für den Verein wäre es der erste Bezirksliga-Aufstieg seit 42 Jahren. „Wir wollen diese einmalige Chance unbedingt nutzen“, sagt Coach Dietmar Hampel. Vize-Kapitän Marc Kaczorowski fällt allerdings mit einem Trümmerbruch für den Rest des Jahres aus und reiht sich ein in die Verletztenriege des TuS. Auch die Einsätze von Matthias Bäcker und Torjäger Martin Gütke sind fraglich. Hampel: „Der Kader ist groß genug, und die Jungs werden sich zerreißen.“ Sowohl die Damenmannschaft als auch das Reserveteam des TuS sind bereits Meister ihrer jeweiligen Klasse geworden. Mit der ersten Elf könnte das Triple vervollständigt werden. In jedem Fall wollen Hampel und Co. sich nicht auf das zweite Endspiel SV Phönix Bochum gegen DJK Wattenscheid verlassen.

An der Gemeindestraße (15 Uhr) geht es für Phönix noch um Platz 2, Wattenscheid kann sogar noch den direkten Aufstieg klar machen. „Wir wissen zwar noch nicht, wer auflaufen kann“, sagt SV-Vorsitzender Norbert Werdelmann, „aber die, die spielen, werden alles geben und siegreich vom Platz gehen.“ DJK-Coach Ralf Fischer kündigt an: „Wir sind bestens vorbereitet.“ Bis auf den gesperrten Ramid El-Lahib stehen alle Wattenscheider bereit.