Doppel-Dücker hält 08 am Leben

Der Höntroper Stürmer Ismael Bagci vergab eine Riesenchance zum 3:2, nachdem er zuvor das 2:2 erzielt hatte gegen den Tabellenfünften BSV Schüren. Am Ende stand eine bittere Niederlage gegen Schüren für den in Abstiegsgefahr schwebenden Landesligisten.
Der Höntroper Stürmer Ismael Bagci vergab eine Riesenchance zum 3:2, nachdem er zuvor das 2:2 erzielt hatte gegen den Tabellenfünften BSV Schüren. Am Ende stand eine bittere Niederlage gegen Schüren für den in Abstiegsgefahr schwebenden Landesligisten.
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Am kommenden Sonntag kann eine Vorentscheidung im Landesliga-Abstiegskampf fallen. Genau dann nämlich, wenn Wattenscheid 08 in dem von beiden Seiten als „Endspiel“ proklamierten Duell gegen den direkten Konkurrenten SV Höntrop gewinnt. Gleichzeitig stünde dann der Höntroper Abstieg fest. Höntrop ist nun erstmals seit Langem auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, Wattenscheid 08 hat zwei Punkte Vorsprung. Aus Bochumer Sicht die besten Karten hat nach dem gestrigen 28. Spieltag der VfB Günnigfeld – gegen Husen-Kurl könnte am Sonntag schon ein Punkt reichen. Die Spiele vom Sonntagnachmittag im Überblick:


SV Höntrop - BSV Schüren 2:3 (1:1). „Und wieder haben wir uns drei Dinger selbst reingetan“, sagte der Höntroper Trainer Thomas Guder nach der vierten Niederlage in Folge und wirkte konsterniert. Schließlich hatte sein Team spielerisch endlich mal wieder eine gute Leistung auf den Kunstrasen am Preins Feld gebracht, endlich gab’s auch mal wieder massig Chancen. Nach dem 1:0 von Tim Hülsebusch (16.) brachte Höntrop sich mit zwei individuellen Fehlern und den daraus resultierenden Gegentoren aber um den Lohn (38., 47.). Positiv: Höntrop ließ jetzt nicht die Köpfe hängen, Ismael Bagci glich sogar aus (55.) und Höntrop war wieder stetig im Vorwärtsgang. Doch nach einer Flipper-Einlage im hinteren Drittel staubte ein Schürener ab – das war’s für den SVH, der nun gegen Wattenscheid 08 gewinnen muss. Guder: „Jetzt haben wir ein Endspiel.“

SVH: Akmanoglu - Jost, Dahn, Sadin - Kurmali, Ayata (75. Karakurt), Zejewski, Wojtakoski - Hupka (46. Turgut), Hülsebusch (89. Balsmeier), Bagci
Tore: 1:0 Hülsebusch (16.), 1:1 (38.), 1:2 (47.), 2:2 Bagci (55.), 2:3 (75.)

SC Husen-Kurl - SW Wattenscheid 08 0:3 (0:1). Ede Schroer, der Sportliche Leiter der 08er, wirkte nach dem 3:0 (1:0)-Pflichtsieg beim abgeschlagenen Letzten schon fokussiert auf das „Endspiel“ gegen Höntrop. „Wir hätten“, meinte Schroer nur, „den Sack früher zumachen können.“ Denn nach dem frühen 1:0 von Kevin Dücker (3.) drückten die 08er zwar vorbildlich auf den zweiten oder gar dritten Treffer, doch lange Zeit waren die Abschlüsse nicht konsequent genug. So kam Husen-Kurl zu ein paar wenigen gefährlichen Kontersituationen und nutzte die – Glück für 08 – nicht aus. Letztlich erzwangen Kevin Dücker und Dominik Raposinho die Entscheidung und halten SW 08 am Leben. Schroer: „Wir haben die Null gehalten, können etwas durchatmen – und gehen etwas gelockerter in diese ganze Endspiel-Geschichte ‘rein.“

SW 08: Möller - Al, Ceran, Strehlau, Beimborn - Majid, Grabienski, Wassi - Dede (46. Stiller) - Dücker (83. Osei Assibey), Sari (50. Raposinho de Miranda)
Tore: 0:1, 0:2 Dücker (3., 65.), 0:3 Raposinho de Miranda (87.)

SC Hennen - VfB Günnigfeld 1:1 (0:1). Mit nur zwei Reservespielern und einem A-Jugendlichen auf der Bank holte Günnigfeld beim soliden Mittelfeld-Team in Hennen einen Punkt. „Damit kann ich aufgrund der personellen Situation leben“, so Trainer Thomas Baron, dessen Team bei zwei ausstehenden Spielen nun vier Punkte auf den ersten Abstiegsplatz hat. Während die Baron-Elf eine gute erste Halbzeit hingelegt und nach einem Doppelpass das 1:0 erzielt hatte, fiel der VfB in einen „Tiefschlaf“, in dem auch das 1:1 fiel. Baron: „Da haben wir aber auch wirklich drum gebetellt.“

VfB: Kuhn - Reiser, Przybyla, Lapka, Laarmann - Grallert, Wolf - J. Winschewski, Wrede (90. +2 Fritz) - Fahr, D. Winschewski (90. Nuza)
Tore: 0:1 J. Winschewski (41.), 1:1 (75.)