DJK Wattenscheid steht dicht vor dem Ziel

Traf beim 3:2 für Wattenscheid: Timo Farris (rechts).
Traf beim 3:2 für Wattenscheid: Timo Farris (rechts).
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
DJK Wattenscheid kann am morgigen Sonntag Geschichte schreiben. Noch niemals hat eine Mannschaft der DJK in der Bezirksliga gespielt.

DJK Wattenscheid kann am morgigen Sonntag Geschichte schreiben. Noch niemals hat eine Mannschaft der DJK in der Bezirksliga gespielt. Die Elf von Ralf Fischer könnte den Wattenscheider Traum morgen wahr werden lassen.

Die Chancen auf den Aufstieg hat das Team mit dem Sieg aus dem Relegations-Hinspiel am Donnerstag auf eigenem Geländer gewahrt. Gegen Westfalia 04 Gelsenkirchen holte DJK Wattenscheid ein knappes, aber doch für Optimismus sorgendes 3:2. Die Freude über die drei Punkte wurde durch die unnötigen Gegentore allerdings erheblich geschmälert, so sah es jedenfalls Wattenscheids Trainer Ralf Fischer. „Klar haben wir uns geärgert. Schließlich haben wir uns selbst in diese Situation gebracht“, sagte Fischer.

Dabei sah es lange nach einem Traumstart für die DJK aus. Schon nach zwei Minuten köpfte Daniel Wolf den Ball nach einer Ecke ins Tor. Bereits zehn Minuten später erhöhte Timo Farris mit einem Foulelfmeter auf 2:0. Alles lief zu diesem Zeitpunkt auf ein deutliches Ergebnis hin. Fischers Fazit zur ersten Halbzeit: „Wir waren klar überlegen und standen sehr gut.“

Auch nach dem Wiederanpfiff sei sein Team über weite Strecken die bessere Mannschaft gewesen. Die starke Offensive der Gelsenkirchener konnte bis dato kaum etwas ausrichten. Aber die Gäste wehrten sich, die Zweikämpfe wurden nun mit Haken und Ösen bestritten. Gerade die zweite Hälfte war dann laut Fischer geprägt von vielen kleineren Fouls. Mit Folgen: Die Partie wurde immer härter.“ Die DJK aber ließ sich davon nicht aus dem Spiel bringen. Spätestens in der 71. Minute hielten die meisten Anhänger der Wattenscheider das Hinspiel und sogar die komplette Relegation für entschieden. Markus Nowak hatte gerade auf 3:0 erhöht.

Westfalia Gelsenkirchen war zu diesem Zeitpunkt eigentlich am Boden. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn in den letzten Spielminuten geschah das, womit kaum noch jemand gerechnet hatte. Binnen fünf Minuten verkürzten die 04er auf 3:2. In der 88. Minute führte ein individueller Fehler in der Wattenscheider Abwehr zum Gegentreffer. Kurz darauf gab der Schiedsrichter einen Elfmeter für das Team aus Gelsenkirchen (laut DJK-Coach Fischer eine „Fehlentscheidung“). Die Gäste ließen sich diese Chance nicht nehmen. Erst als der Unparteiische um 20.54 Uhr die Pfeife in den Mund nahm, kehrte am Stadtgartenring die Erleichterung zurück.

Trotz des knappen Ergebnisses reicht der DJK morgen immer noch ein Unentschieden, um als Bezirksligist in die Sommerpause gehen zu können. Um 15 Uhr wird das Rückspiel angepfiffen (Trinenkamp). Für Ralf Fischer und sein Team heißt es dann: „Alles in die Waagschale werfen und die Chancen konsequenter ausnutzen.“ Nach dem Abpfiff gibt es im Vereinsheim der Wattenscheider auf jeden Fall eine Saisonabschlussfeier. Fischer betonte noch einmal, dass seine Elf eine „durchweg positive“ Meisterschaft gespielt habe. „Jetzt sollen die Jungs sich dafür belohnen.“ Gemeinsam möchte man dann den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern.