Die Weltklasse trifft sich in Bochum

Einmal im Jahr blickt die Darts-Welt auf Bochum, wenn sich die internationalen Topspieler bei den Bulls German Open in den Hallen an der Harpener Heide 5 messen. Wie im vergangenen Jahr wird es zwei Turniere geben: Am Samstag steigen die 27. German Open (ab 10 Uhr, Finals gegen 18.30 Uhr), am Sonntag die Darts Masters (ab 10 Uhr, Finals gegen 17 Uhr). Beide Turniere sind gleichrangig und bescheren den Sportlern neben insgesamt 19.000 Euro Preisgeld wertvolle Punkte in der Weltrangliste.

Die Bulls German Open zählen zu den größten Darts-Turnieren der Welt. Ausrichter ist der DSC Bochum, der sich über eine gestiegene Teilnehmerzahl in diesem Jahr freut. „Wir hoffen, dass die Spirale auch beim Publikum nach oben geht“, sagt Pressesprecher Kai Westermeyer und lädt ein: „Der Eintritt ist frei. Hier kann man Darts ganz anders erleben als vor dem Fernseher.“ Die Atmosphäre an der Harpener Heide ist bei den German Open traditionell gut. Wenn die Spieler zu den Finals auf die Bühne kommen, kocht es.

Die Favoriten kommen von der Insel. Mit Martin Adams, Scott Waites, Ted „The Count“ Hankey und Andy „Viking“ Fordham reisen gleich vier potenzielle Siegkandidaten aus England an, dazu kommen der Schotte Ross Montgomery und der Waliser Martin Phillips, der im vergangenen Jahr das Turnier gewann. Auch Jamie Hughes ist gut in Form und nicht zu unterschätzen. Die größte Konkurrenz ist der Belgier Geert de Vos, der schon zweimal in Bochum triumphierte und im Februar mit der BDO World Trophy ein hoch dotiertes TV-Turnier gewann. Aus den Niederlanden wollen die „jungen Wilden“ ihre Visitenkarte abgeben.

Etwa die Hälfte der Teilnehmer kommt aus Deutschland, viele davon sind Hobbyspieler, die auf den großen Wurf hoffen. Die nationale Spitze wird komplett vertreten sein, hat aber maximal Außenseiterchancen. Vom DSC haben Kevin Münch, Andreas Kröckel und Colin Rice die besten Möglichkeiten, vorne zu landen. Die deutsche Nummer eins, Daniel Zygla aus Hamburg, macht sich ebenfalls Hoffnungen. „Er hat einen guten Weg genommen“, sagt Westermeyer: „Und unsere Jungs könnten von ihrer Erfahrung profitieren.“

Bei den Damen geht die Weltranglistenerste Deta Hedman (England) als Favoritin ins Rennen. Die dreimalige Weltmeisterin Anastasia Dobromyslova aus Russland will der Seriensiegerin Konkurrenz machen. Am größten ist die Motivation wohl bei Irina Armstrong vom DSC. Oft stand die deutsche Nationalspielerin im Finale, gewinnen konnte sie ihr Heim-Turnier im Einzel noch nie.

Zu zwei Zusatzturnieren (Sa.: Doppel, So.: gemischtes Einzel) kann sich vor Ort außerdem jeder noch spontan anmelden,