„Die Technik macht’s“
08.02.2012 | 18:14 Uhr 2012-02-08T18:14:00+0100
Der Trainer des Fußball-Landesligisten SW Wattenscheid 08 schätzt an den Menschen Ruhrpott vor allem ihre „offene Schnauze“. Seinem Job an einer Hauptschule in Langendreer geht er „sehr, sehr gerne“ nach.
Von seinem Beruf spricht Bayram Kollu mit hundertprozentiger Überzeugung. Der Lehrerjob an der Albert-Schweitzer-Hauptschule in Langendreer „ist eine tolle Herausforderung. Ich bin sehr, sehr gerne da“, sagt der 33-Jährige. Dabei schien es nach seiner Schulzeit gar nicht darauf hinauszulaufen. Im Unternehmen von Klaus Steilmann, dem verstorbenen Mäzen der SG Wattenscheid 09, absolvierte der Trainer mit türkischen Wurzeln eine Ausbildung zum Industriekaufmann („Das war sehr lehrreich.“) Auf die Karte Fußball wollte er nie alles setzen: „Ich bereue das auch nicht.“
An der Ruhr-Universität wurde Kollu dann zum Diplom-Sportwissenschaftler. Einen anderen Lebensraum als das Ruhrgebiet „kann ich mir nicht vorstellen. Ich mag die offene Schnauze der Leute.“ Was der Moslem auch mag: die Türkei. Im Sommer geht’s wieder dorthin, ins Dorf der Eltern. Dennoch ist Kollu, was die Küche angeht, „sehr deutsch“. Im Winter geht es für ihn in Skigebiete. Ob sein Knie dabei angesichts zweier Kreuzbandrisse nicht rebelliere? Kollu lacht: „Nö. Die Technik macht’s.“
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