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Frauenfußball-U20-WM

Deutschland steht im WM-Finale

29.07.2010 | 20:38 Uhr
Deutschland steht im WM-Finale
Geschafft: Die DFB-Elf steht nach einem 5:1-Sieg über Südkorea im WM-Endspiel Foto: imago/Revierfoto

Da kann der Bochumer nicht meckern: In vier Spielen hat er 16 Tore zu sehen bekommen von den U20-Frauen des DFB, die sich nach Nord- nun auch nicht von Südkorea stoppen ließen auf ihrem Durchmarsch ins WM-Finale.

Das erste Tänzchen gab es bereits nach einer knappen Viertelstunde: Svenja Huth hatte gerade zum 1:0 getroffen. Der große Tanz folgte um 17.22 Uhr. Da stand fest: Deutschland steht im WM-Endspiel.

Maren Meinert hatte ihr Team im Vergleich zum Viertelfinale am vergangenen Samstag nicht verändert.und lag damit goldrichtig.

Die deutsche Elf begann druckvoll. Sylvia Arnold (7.) und Dszenifer Maroszan (11.) verpassten zwar die frühe Führung, doch schon nach dem dritten Versuch durfte die DFB-Elf erstmals jubeln: Svenja Huth ging couragiert in die Spitze, als Tabea Kemme flankte - „Plan A“, wie Kim Kulig die erhoffte Führung genannt hatte, schien einmal mehr aufzugehen. Bereits zwei Minuten später hatte Alexandra Popp das 2:0 auf dem Fuß, schoss aber alleinstehend Torfrau Moon So Ri an.

Lange ließ der zweite Treffer aber nicht auf sich warten. Kim Kulig, die auf der Position „Sechs“ eine gute Figur machte, versuchte es mit einem Distanzschuss aus 25 Metern. Der Ball setzte noch einmal auf dem nassen Rasen auf und wurde so unhaltbar für Moon So Ri (25.).

Die physisch unterlegenen und wohl auch ein wenig geschockten Südkoreanerinnen versuchten ihr Bestes, fanden in der ersten Hälfte jedoch kein Mittel gegen die deutsche Abwehr. Stattdessen hätte die Meinert-Elf schon vor der Pause alles klar machen können, aber Sylvia Arnold (34.), Alexandra Popp (43.) und Marina Hegering (44.) vergaben beste Gelegenheiten.

Nach der Pause machten sie es besser. Lim Senon Joo und Kim Hye Ri ließen sich von Alexandra Popps Physis überrollen, das 3:0 war perfekt. (50.). Kurz darauf erhöhte Kim Kulig mit einer Kopie ihres ersten Treffers auf 4:0 (53.).

„Finale, oho, Finale, oho“ sangen die 18217 Zuschauer nun erstmals, und auch Laola-Wellen schwappten durchs Stadion. Der Weg nach Bielefeld war frei.

Das dachte sich wohl auch das DFB-Team und wurde ein wenig nachlässig. Jetzt kam auch Südkorea vor das deutsche Tor. Nachdem Jung Hae In nur das Außennetz getroffen hatte (55.), gelang der Elf von Trainer Choi in Cheul doch noch der Ehrentreffer. Ausgerechnet Ji So Yun, Alexandra Popps schärfste Konkurrentin um den Gewinn des Goldenen Schuhs, nutzte einen Fehlpass von Marith Prießen zum 4:1 (64.).

Die Freude wehrte nicht lange: Nach einem dummen Handspiel von Kim Hye Ri im Strafraum, zeigte die peruanische Schiedsrichterin Silvia Reyes auf den Elfmeterpunkt. Alexandra Popp schnappte sich den Ball und erzielte nicht nur das 5:1 (67.), sondern auch ihren neunten Turniertreffer. Der Schlusspunkt einer überzeugenden Partie der DFB-Elf.

„Es war unser Traum ins Finale zu kommen. Ich bin stolz auf mein Team“, sagte eine gut gelaunte Maren Meinert, für deren Elf es Sonntag in Bielefeld um alles geht.

Mit dem Halbfinale ging auch das letzte U20-WM Spiel in Bochum zu Ende. Was bleibt ist eine gelungene Generalprobe für die Frauen-WM im kommenden Jahr. Oder wie es ein Plakat sagte: „Bochum sagt Danke. See you in 2011.“

Christine Konkel

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