Der Stadtsportbund sagt „Danke“

Franz Müntefering und Moderator Michael Ragsch (rechts) im Kurztalk.
Franz Müntefering und Moderator Michael Ragsch (rechts) im Kurztalk.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Valentin Baus und Detlef Kleefeld werden ausgezeichnet. Die politische Lokalprominenz gibt sich die Klinke in die Hand, Franz Müntefering referiert zum Thema „Bewegt älter werden“. 25 Vereine erhalten Schecks.

Der Stadtsportbund (SSB) hat zu seinem Jahresempfang wieder die Sportvereine in die Ruhr-Universität eingeladen, um „Danke zu sagen, an alle, die sich engagieren, organisieren und strukturieren – und damit das tragende Fundament des Sports sind“, so Bürgermeisterin Gaby Schäfer. Insgesamt 280 Gäste sind der Einladung gefolgt, zwei von ihnen wurden ausgezeichnet: Detlef Kleefeld bekam die Ehrenplakette des SSB, Valentin Baus wurde die Ehrennadel verliehen. 25 Vereine, die das Unwetter „Ela“ besonders getroffen hatte, durften sich außerdem über eine finanzielle Förderung durch den Landessportbund (LSB) NRW freuen.

Der Sturm „Ela“ hatte im vergangenen Jahr große Verwüstung angerichtet. Knapp 25.000 Euro machte der LSB deswegen locker. Mit 5000 Euro erhielt die TG 49 die größte Zuwendung. „Der Betrag bringt uns weiter, auch wenn die Kosten insgesamt bei fast 100.000 Euro liegen. Wir arbeiten noch daran, die Schäden zu beseitigen“, so der TG-Vorsitzende Ralf Turley.

Daneben standen zwei Ehrungen im Vordergrund. Mit der Ehrenplakette für „besondere Verdienste im Bochumer Sport“ wurde Detlef Kleefeld ausgezeichnet. Bei zahlreichen Leichtathletik-Veranstaltungen setzte er in den letzten 40 Jahren die Impulse, organisierte und betreute – alles ehrenamtlich. Im Antrag des Kreisausschusses heißt es: „Ohne das Engagement von Menschen wie ihm, würde der Sport in Bochum nicht dort stehen, wo er ist: als Leuchtturm der Stadt.“ Dazu hat auch Valentin Baus in besonderem Maße beigetragen: 2014 sicherte er sich in China die Weltmeisterschaft im Rollstuhl-Tischtennis und will nun seinen Weg in Richtung der Paralympischen Spiele 2016 in Brasilien machen. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich“, freute sich Baus über die Ehrennadel.

Ansonsten ließen die Veranstalter mit Gästen und Show-Acts das vergangene Jahr Revue passieren. Da war etwa Stefan Dörfler, dem Moderator Michael Ragsch die Details entlockte, wie der Bochumer in Rio de Janeiro an eine Endspiel-Karte für das WM-Finale in Brasilien kam. „Dafür habe ich sehr tief in die Tasche greifen müssen“, erinnerte sich Dörfler, wollte aber keinen Betrag nennen: „Nur so viel: Es war die Reise meines Lebens.“

Auch die vielen Auftritte, bestritten von den Bochumer Vereinen, wussten das Publikum zu begeistern. Der TV Kronenburg zeigte Ropeskipping, das nicht mehr viel mit dem klassischen Seilspringen zu tun hat, die TSG Bochum präsentierte spektakuläre Taekwondo-Übungen, der TV Frisch-Auf-Altenbochum mit seinen Kleinsten Jazz-Tanz, die Talente der FSG Ruhr Wattenscheid ihre Fechtkünste und Isabel Anobian turnte am Vertikaltuch.

Neben den Vereinen hatte sich beim SSB-Empfang versammelt, wer in Bochum Rang und Namen hat: Ob Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, Carolin Gödecke,Thomas Eiskirch, Norbert Lammert, Axel Schäfer oder Michelle und Franz Müntefering, der einen Vortrag hielt zum Programm des LSB „Bewegt älter werden in NRW“. Tenor: „Wer fit alt werden möchte, bleibt lieber in Bewegung, als auf dem Sessel Kreuzworträtsel zu lösen.“ Die Stadt Bochum beteiligt sich an dem LSB-Programm, um die ältere Bevölkerung zu einer sportlich-gesunden Lebensweise zu motivieren. Eine Sportwoche, in der die Vereine ihre Angebote vorstellen, ist ab dem 21. September diesen Jahres geplant.