Der Spitzenreiter kommt zum VfL
18.02.2010 | 17:55 Uhr 2010-02-18T17:55:00+0100
Bochumer erwarten Bayer Leverkusen zum Topspiel. Wattenscheid zuhause gegen Köln.
Die Unruhe steigt im Team der A-Junioren der SG Wattenscheid 09. „Am Nikolaustag hatten wir unser letztes Spiel gegen Schalke, es wird Zeit, dass es wieder los geht”, kann auch Coach Christoph Klöpper den Rückrundenauftakt zuhause gegen den 1. FC Köln (Sonntag, 11 Uhr, Espenloh) kaum erwarten. Dabei bestanden gestern immer noch leichte Restzweifel, ob das Spiel auch wirklich stattfinden kann, letzte Unsicherheiten soll heute die Platzkommission bei einer Begehung des Spielfeldes ausräumen.
Die personelle Situation ist bei den Wattenscheidern trotz – oder gerade wegen – der relativ langen Winterpause angespannt. Am schwersten wiegt der Ausfall von Kapitän Dustin Bomheuer, dessen Einsatz ein entzündeter Zeh verhindert. Ebenfalls nicht im Kader stehen Marcel Tietz (Bänderabriss am Sprunggelenk), Osman Karabalta (Prellung) und Pascal Sperlich (krank).
Die guten Erinnerungen ans Hinspiel kann den Wattenscheidern aber keiner nehmen. Da entführten sie mit einem 1:0-Erfolg drei Punkte aus der Domstadt. Allerdings hat sich die Spielweise der SG geändert, erklärt Klöpper: „Wir haben im Vergleich zum Hinspiel mit den Spielern Mehmet Mercan, Simon Rudnik und Diego Rodriuguez-Diaz eine andere Offensive auf dem Platz stehen. Während wir vorher vorallem Konter gefahren sind, setzen wir jetzt viel mehr auf Ballbesitz.” Zudem warnt der SG-Coach, der die Kölner am vergangenen Wochenende beim 2:0-Sieg gegen Viktoria Köln beobachtete, vor der Qualität der Geißböcke: „Das ist eine Mannschaft mit hohem spielerischem Niveau, die mit Sicherheit nicht zweimal gegen Wattenscheid verlieren will.”
Nachdem am vergangenen Wochenende der Rückrundenauftakt gegen den MSV Duisburg nicht stattfinden konnte, starten die A-Junioren des VfL Bochum nun mit dem absoluten Spitzenspiel der Bundesliga West in die Rückrunde. Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen ist am Sonntag (11 Uhr, Nachwuchszentrum) zu Gast beim Tabellenzweiten, der bei einem Sieg zumindest vorübergehend die Tabellenführung erobern könnte.
Auch wenn die Vorfreude in der Mannschaft riesig ist, sieht Trainer Dariusz Wosz einen leichten Wettbewerbsvorteil für die Rheinländer. „Die Leverkusener konnten in der letzten Zeit viel mehr trainieren, da es im Rheinland weniger geschneit hat.”
Weit mehr Sorgen freilich bereiten Wosz die zahlreichen Ausfälle. Neben den Langzeitverletzten Ridvan Avci, Cebio Soukou und Julian Wolff wird auch Nico Hauffe aufgrund einer Gelb-Sperre nicht zur Verfügung stehen, genauso wie Andre Ujma, der sich im Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf eine Absplitterung im Beckenbereich zugezogen hat. Zu allem Überfluss verletzte sich Oguzhan Kefkir auch noch im Training an der Hand. Trotzdem will der Stürmer entgegen der Ratschläge der Ärzte am Sonntag auflaufen. Wosz: „Oguzhan will gegen Bayer auf eigene Gefahr spielen. Ich werde aber darüber noch einmal mit dem Vorstand sprechen.” Sein Einsatz ist eher unwahrscheinlich.
Auf Grund der angespannten Situation trainierten die beiden B-Junioren Daniel Feldkamp und Tim Forsmann mit der U 19. „Es könnte sein, dass die beiden am Sonntag zum Kader gehören”, wollte sich Wosz noch nicht genau festlegen.
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