Der KSC als beweglicher Fisch im Teich

„Wenn die Sensation gelänge, würde hier niemand in Panik ausbrechen. Wir sind vielleicht ein etwas kleinerer Fisch im Bundesligateich, aber wir sind beweglich.“ Mit diesen Worten unterstrich Jens Todt, dass der Karlsruher SC zwar nicht mit aller Macht den Aufstieg in die Bundesliga anstrebt, sich aber keineswegs dagegen zu wehren gedenke im Fall der Fälle.

Todt, der bei seiner ersten Profistation als Manager in Bochum noch Lehrgeld hatte zahlen müssen - und mit ihm der Klub - , hat beim KSC im Verbund mit Trainer Markus Kauczinski bislang ganze Arbeit geleistet. VfL-Trainer Gertjan Verbeek spricht den Badenern in einfachen Worten („Eine gute Mannschaft“) Qualität zu, jenseits der Resultate, die aber hier und da die Hoffnung auf die Rückkehr in die Erste Liga wecken. Mit einem Punkt Rückstand auf Kaiserslautern liegt der KSC momentan auf Rang drei und gehört zum Kreis der Klubs, die den Aufstieg unter sich ausmachen werden.

Gegen den VfL muss Kauczinski allerdings seinen Kapitän und Stammtorwart Dirk Orlishausen ersetzen - erstmals in dieser Spielzeit. Auch Außenverteidiger Enrico Valentini (gesperrt) und der ehemalige Bochumer Daniel Gordon stehen nicht zur Vefügung. Weil Manuel Gulde gestern doch noch Grünes Licht gegeben hat, muss Kauczinski nicht eine komplett neue Innenverteidigung ins Rennen schicken. Der KSC-Trainer hatte zuletzt die Offensivleistung seiner Elf kritisiert, deshalb dürfen sich Dimitrij Nazarov und Gaetan Krebs Hoffnungen auf einen Einsatz machen.