Denise Krebs probt für Länderkampf in Glasgow

Braucht Wettkampfhärte für ihren geplanten Auftritt im DLV-Trikot: Denise Krebs.
Braucht Wettkampfhärte für ihren geplanten Auftritt im DLV-Trikot: Denise Krebs.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften startete die Mittelstrecklerin des TV Wattenscheid, Denise Krebs, über zwei Strecken - und holte sich damit gleich zwei Titel.

Da ist der nächste Titel für den Wattenscheider Dauerrenner: Bei den Westfälischen Titelkämpfen in Dortmund hat sich Staffel-Vizeeuropameister Alexander Kosenkow vor den „jungen Hüpfern“ nicht zuletzt aus dem eigenen Verein über 60 Meter durchgesetzt. Kosenkow siegte in 6,77 Sekunden, wobei er mit der Zeit überhaupt nicht zufrieden war: „Das ist weder Fleisch noch Fisch.“

Dicht auf den Fersen war ihm Teamkollege Maximilian Ruth, der 6,80 Sekunden benötigte. Auf Rang vier folgte Peter Adjayi (6,93 sec), auf Platz fünf Philipp Trutenat als Jüngster im Feld (6,98 sec). Kevin Ugo wurde Neunter. Bei den Frauen belegte Christina Haack in 7,44 Sekunden Platz zwei. Auf den Plätzen zwölf und 13 Ronja Frei und Larissa Lammering.

Über 200 Meter setzte sich der Deutsche Hallenrekordinhaber Sebastian Ernst vom TV Wattenscheid in 21,60 Sekunden durch. „Ich hätte mir eine schnellere Zeit gewünscht“, meinte er hinterher, „aber ich habe nicht zu dem raumgreifenden Schritt gefunden, der nötig gewesen wäre. Ich kann im Moment bei den dauernden Wechselschichten einfach nicht mehr so trainieren wie früher.“ Kai Köllmann vom TV 01 wurde Dritter (22,04 sec). Bei den Frauen wurde Maike Schachtschneider Vizemeisterin (25,03 sec), Alisa Puchalla Sechste über 200 Meter. Über 400 Meter landete Marvin Verheyen in 48,85 Sekunden auf dem Silberrang.

Marius Probst stürmte über 800 Meter in neuer Hallenbestzeit (1:51,11 min) zum Sieg und war damit sehr zufrieden: „Mein bester Einstieg, obwohl ich unterwegs noch ein wenig behindert worden bin.“ Rang drei belegte 01-Läufer Moritz Helsper (1:54,06 min). Einen Doppelstart über 800 und 1500 Meter absolvierte Wattenscheids Denise Krebs. Der Lohn: zwei Siege. Für die 800 Meter wurden 2:13,68 Minuten gestoppt, für ihre Spezialdistanz benötigte Krebs 4:32,92 Minuten – wobei die Zeiten zweitrangig waren: „Das ist kein Maßstab. Es waren zwei Tempoläufe wie im Training – wobei es unheimlich schwer ist, allein vorneweg zu laufen. Ich habe diese Läufe vor dem Länderkampf in Glasgow einfach gebraucht.“ Julia Tertünte wurde über 1500 Meter Dritte in 4:41,57 Minuten.

Einen Wattenscheider Doppelsieg gab es über 60 Meter Hürden: Neuzugang Monika Zapalska (8,37 sec) gewann vor Sandra Peilert (8,56 sec). „Es hat sich gut angefühlt“, meinte Zapalska, „und es ist schön, dass ich gleich einen Titel für den neuen Verein holen konnte. Aber ich sehe noch Reserven. Mein Ziel ist eine Bestleistung zwischen 8,20 und 8,25 Sekunden. Und ich will bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe ins Finale.“

Wattenscheids Weitspringerin Lisa Kurschilgen übertraf in der Helmut-Körnig-Halle als einzige die Sechs-Meter-Marke und siegte mit 6,12 Metern. Im Hochsprung wurde Andrea Kapenda Zweite (1,67m) – bei den Männern belegten Noel Zang (1,94m) und Armin Treichel (1,89m) die Plätze drei und vier.