Den Schub von Dorsten mitnehmen
19.02.2010 | 18:33 Uhr 2010-02-19T18:33:00+0100
Nicht wenige sahen die Basketballer des Neulings SG Sechtem als Wackelkandidaten der Regionalliga. Inzwischen, in der Endphase der Saison, sind die Rheinländer, die am Samstag (19.30 Uhr) in der Rundsporthalle vorstellig werden, jedoch bestens etabliert.
„Das habe ich nachgeschaut. Sechtem ist der stärkste Aufsteiger seit unserer ersten Spielzeit 2004”, sagt AstroStar-Trainer Thorsten Morzuch. Die SG hat zurzeit zwei Siege mehr auf dem Konto; sie überzeugte kürzlich voll beim 102:94-Erfolg in Dortmund und entschied auch das Hinspiel mit 89:81 für sich.
Das ist Warnung genug. Da ist etwa Walbröhl als bester deutschstämmiger Distanzwerfer – und mit Brüggemann ein starker Center. Morzuch: „Brüggemann ist lang, jung und trotzdem beweglich. Mathias Veit hat ihn im ersten Vergleich wohl unterschätzt.”
Daneben verfügt der Gegner mit Drury und Sellers über zwei exzellente Amerikaner. Überhaupt darf quer durch die Liga behauptet werden, dass das Niveau der US-Akteure noch einmal deutlich zugelegt hat. Ohne zwei gute Amerikaner scheint die Klasse fast nicht mehr bestreitbar zu sein.
Doch nun zu Bochums Team, welches zuletzt beim überraschenden Auswärtserfolg in Dorsten mit einer fulminanten zweiten Hälfte glänzen konnte. „Kai Friedrich hat die Mannschaft in der Pause wachgerüttelt und klar gemacht, dass das Geeiere ein Ende haben muss”, gab der Astro-Coach ein wenig Kabinen-Geflüster preis. Mit einer ganz anderen Defensivhaltung waren die Bochumer danach in das dritte Viertel gegangen und hatten zur Aufholjagd angesetzt. Mit Erfolg.
Die Karnevalspause nutzte die Mannschaft nun zu einer Testpartie gegen Schalke 04. Beim 96:86 konnte Morzuch noch einmal eine Menge ausprobieren. „Der Ball lief gut. Spielfluss war da.”
Vor dem bereits vorletzten Heimauftritt der Spielzeit mit einer Grippe angeschlagen war zuletzt Simon Kindermann. Nach seiner Hand-OP sieht es auch bei Mittelangreifer Sebastian Kleina nicht danach aus, dass er noch einmal zum Zug kommen könnte. „Wahrscheinlich muss Sebastian sogar ein zweites Mal operiert werden. Das ist die dritte Saison in Folge, in der uns die Center wegbrechen”, klagt Thorsten Morzuch.
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