DBC Bochum ist zum 25. Mal Deutscher Meister

Deutsche Meister (v.l.): Ludger Havlik, Fabian Blondeel (hinten), Xavier Gretillat, Thomas Nockemann, Thomas Berger, Sam van Etten.
Deutsche Meister (v.l.): Ludger Havlik, Fabian Blondeel (hinten), Xavier Gretillat, Thomas Nockemann, Thomas Berger, Sam van Etten.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der DBC Bochum feierte mit einem 6:2 im Finale gegen den ABC Merklinden seinen 25. Titel im Mehrkampf-Billard.

Es ging um das „Silberne Goldjubiläum“ des Billardbundesligisten DBC Bochum und um die Erfüllung von Geburtstagswünschen: Merklindes Christian Pöther wollte gern an seinem 30. Geburtstag Meister werden. Das wollte der Schweizer Xavier Gretillat mit seinem DBC Bochum auch. Der feierte zwar schon am Samstag seinen 42. Geburtstag, freute sich aber am Sonntag umso mehr, dass er mit dem DBC vor den Augen seiner Tochter Sara (13) Meisterjubiläum feierte. Der Rekordmeister aus Weitmar gewann beim 6:2-Finalsieg in Merklinde seinen 25. Titel.

Das Finale

DBC Bochum – ABC Merklinde 6:2. Kreissportwart Volkmar Rudolph, der später auch die Siegerehrung vornahm, sah an beiden Tagen spannende Partien, wobei die erste Spielrundes des Finales zwischen dem ABC Merklinde und dem Titelverteidiger aus Bochum harte Kost für die Nerven der Zuschauer war: Geburtstagskind Christian Pöther und sein holländischer Gegner Sam van Etten konnten in der Freien Partie ihre Serien nicht in gewohnter Weise spielen, und auch die Einbandasse Ludger Havlik und Uwe Klein behakten sich über 13 lange Aufnahmen. „Es hätte durchaus“, so ein Zuschauer, „auch anders herum ausgehen können.“ So aber führte der DBC bereits mit 4:0.

Xavier Gretillat bekam zu Beginn seiner Cadrepartie gegen Gerd-Jan Verhuizen ein verspätetes Geburtstagsgeschenk: Ein riskanter Stoß lief anders als geplant, führte aber dennoch zum Punkt. Ein „Fuchs“, wie Billardspieler sagen, dem nervöse Aktionen beider Gegner folgten. Gretillat fand aber dann doch zu seinem souveränen Spiel, gewann sicher. Trotz Verhuizens Nachstoßchance war der Titel zu diesem Zeitpunkt schon sicher.

Castrops Bürgermeister Johannes Beisenherz lobte im Saal des Bürgerzentrums Marienschule sowohl Sieger als auch den Ausrichter.

Und Volkmar Rudolph deutete an, dass man in Merklinde nun auch auf dem großen Billard Akzente gesetzt habe. Auf dem kleinen Billard sei der Verein ja seit Jahren eminent erfolgreich.

Freie Partie: van Etten – Pöther 300:171/5 , Einband: Havlik – Uwe Klein 100:83/13, Cadre 47/2: Gretillat – Veldhuizen 200: 136/4, Cadre 71/2: Nockemann – Faus 83:150/4

Die Halbfinals

DBC Bochum – BC Hilden 6:2. Zurück zu den Geburtstagswünschen: Xavier Gretillat hatte sich zu seinem 42. Wiegenfest sicher eine bessere Partie gewünscht, aber immerhin entschied er die kampfbetonte Begegnung mit Hildens Arnd Riedel für den DBC und sorgte damit für nicht weniger als den direkten Einzug in das Finale.

Sam van Etten, der bisher so nervenstarke junge Holländer, hatte einen schwarzen Tag erwischt. Ludger Havlik und Thomas Nockemann spielten meisterlich.

Freie Partie: van Etten – Melerski 2:300/3, Einband: Havlik – Janssen 100:27/7, Cadre 47/2: Gretillat – Riedel 200:112/12, Cadre 71/2: Nockemann – Wildförster 150:59/3

ABC Merklinde – BSV Langenfeld 6:2. Freie Partie: Pöther – Vinci 300:6/2, Einband: Uwe Klein – Korevaar 68:100/18, Cadre 47/2: Veldhuizen – Roder 200:29/5, Cadre 71/2: Faus – Neumann 150:31/8