David Zajas kennt beide Seiten

Hat auch schon erfolgreich für die SG Wattenscheid 09 die Schuhe geschnürt: David Zajas (re.).
Hat auch schon erfolgreich für die SG Wattenscheid 09 die Schuhe geschnürt: David Zajas (re.).
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Am Samstag rollt in der Regionalliga wieder der Ball, wenn das Derby zwischen der SG Wattenscheid 09 und Bochums U23 um 14 Uhr im Lohrheidestadion steigt. Ein Interview mit David Zajas.

Am Samstag rollt in der Regionalliga wieder der Ball, wenn das Derby zwischen der SG Wattenscheid 09 und Bochums U23 um 14 Uhr im Lohrheidestadion steigt. Für VfL-Kapitän David Zajas ist es ein besonderes Spiel, der 31-Jährige hat schon beide Trikots getragen. Wie sich das anfühlt, wie die Chancen im Derby stehen und wie Zajas Zukunftsplanung aussieht, hat er im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Felix Kannengießer verraten.

Wie stehen die Chancen für den VfL im Derby?

Zajas: Wir sind gut gerüstet, mit der Vorbereitung können wir zufrieden sein. Vor allem sind wir als Mannschaft zusammengerückt.

In der Winterpause hat Dimitrios Grammozis Thomas Reis als Trainer abgelöst. Hat das neue Impulse gesetzt?

Jeder Trainer ist anders, wir haben jetzt vor allem viel für die Defensivarbeit getan. Ein gewisser Ruck ist schon durchs Team gegangen. Es ist nicht alles wieder auf Null gesetzt, aber jeder will sich beweisen oder empfehlen. Doch wir dürfen nicht vergessen: Auch Wattenscheid hat einen neuen Trainer.

Wie bewerten Sie die Hinrunde?

Durchwachsen. Wir sind gut gestartet, hatten dann eine unglaubliche Phase, wo wir zehn Spiele nicht mehr gewonnen haben. So etwas habe ich noch nie erlebt. Aber es war wichtig, dass wir uns am Ende gefangen haben. Wir sollten da anknüpfen, wo wir aufgehört haben. Dann holen wir in der Rückrunde auch mehr Punkte.

Wie wichtig ist da der Auftakt gegen Wattenscheid?

Alle sind heiß, das Spiel ist schon Thema in der Kabine. Die erste Partie nach der Winterpause, gegen einen direkten Konkurrenten und dann noch ein Derby - da können wir sicher ein Zeichen setzen. Aber der Abstiegskampf wird nicht in diesem einem Spiel entschieden.

Sie haben schon beide Trikots getragen, wie sieht vor dem Derby Ihre Gefühlswelt aus?

Natürlich ist es für mich ein besonderes Spiel. In Wattenscheid hatte ich unter dem Strich eine erfolgreiche Zeit, dort haben sie mir auch den Einstieg als Co-Trainer ermöglicht. Beim VfL aber habe ich lange gespielt, und als ich das Angebot für die U23 bekam, musste ich nur eine Nacht drüber schlafen. Ich habe auch jetzt keinen großen Kontakt mehr nach Wattenscheid, aus der Mannschaft kenne ich kaum einen mehr.

Bei der SG 09 waren Sie auch Kapitän, nur waren da die Mitspieler deutlich älter. Hat sich Ihre Rolle verändert?

Man muss anders an die Sache herangehen, wenn man mit jungen Spielern arbeitet. Das war für mich im positiven Sinne eine Herausforderung. Für die Jungs würde es mich freuen, wenn eine Woche vor dem Zweitligastart möglichst viele VfL-Fans ins Lohrheidestadion zu unserem Derby kämen. Das kann schon ein paar Prozentpunkte ausmachen, wenn einen die Zuschauer nach vorne peitschen.

Wie lange sehen wir Sie noch als Spieler auf dem Feld?

Mindestens bis 2016, so lange läuft hier mein Vertrag. Im Oktober mache ich meine Trainer-A-Lizenz, was dann passiert, muss man abwarten. Aber wenn ich nicht mehr aktiv Fußball spiele, dann würde ich gerne eine Laufbahn als Trainer einschlagen.

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