„Das ist frustrierend“

Z Wir haben nur in der ersten Halbzeit richtig Fußball gespielt, da hatten wir Chancen, den Vorsprung auszubauen. In der zweiten Halbzeit haben wir in der letzten halben Stunde schlecht gespielt. Ab dem 1:1 war Sechzig am Drücker und hat deshalb letztlich auch gewonnen. Wenn man mich nach dem Grad der Enttäuschung befragt: Ich bin zu hundert Prozent enttäuscht. Ist das genug? Oder müssen es hundertzwanzig Prozent sein?

Z Ich verstehe nicht, wie man nach der ersten Halbzeit noch so ein Spiel abgeben kann und sich nicht mehr wehrt. Wir lassen uns so abkochen, das darf einfach nicht sein. Jetzt müssen wir uns als Mannschaft selbst hinterfragen. Wir wollen da doch nicht mit 35 Punkten in der Tabelle festkleben und müssen gucken, dass wir wieder punkten. So wollen wir doch nicht die Saison beenden. Das ist alles schon sehr frustrierend.

Z In der ersten Halbzeit sind wir die klar überlegene Mannschaft. Und wir wussten ja auch in der Pause, dass die Münchener kommen würden. Aber dann sind wir zu naiv, wollen immer die zweiten Bälle und kriegen sie nicht. An der Kraft liegt es nicht, wir haben so viele Reserven, dass wir das durchhalten sollten. Wir müssen zwar vorsichtig sein, aber die, die unten stehen, wären froh, wenn sie in unserer Lage wären.

Z Durch diese vollkommen unnötige Niederlage kann ich mich weder über meinen Geburtstag noch über mein Tor freuen. Wir haben die Löwen eine Stunde ganz klar im Griff, versäumen es aber, den zweiten oder sogar dritten Treffer nachzulegen. Hätte ich die Chance zum 2:0 genutzt, dann wäre hier nichts mehr angebrannt. Und am Ende ist es so, dass ich wohl beim 1:2 das Abseits aufhebe. Ein gebrauchter Tag.