Daniel Heider ist einfach ‘ne Wucht

Treff- und Pointensicher: Daniel Heider mit WAZ-Mitarbeiter Felix Groß (links) und Marcel Müller von den Stadtwerken.
Treff- und Pointensicher: Daniel Heider mit WAZ-Mitarbeiter Felix Groß (links) und Marcel Müller von den Stadtwerken.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
48 Tore hat Daniel Heider für Adler Riemke in der vergangenen Saison geschossen und damit als erster Spieler überhaupt den Torjägerpokal der WAZ zwei Mal hintereinander gewonnen.

Der Mann ist einfach ‘ne Wucht. „Kannste mir auch Schweißflecken wegretuschieren?“, fragt Daniel Heider unseren Fotografen angesichts der brüllenden Hitze am Freitag unverblümt. So locker, wie der diesjährige Gewinner des WAZ-Torjägerpokals in der vergangenen Saison seine 48 Tore schoss, ist er eben auch neben dem Platz – ein verdammt umgänglicher, geerdeter Typ, dieser Top-Scorer von Adler Riemke. Nach 38 Toren im Vorjahr hat Heider nun 48 Mal geknipst, als Erster überhaupt hat der Riemker seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen können.

Wobei, ab diesem Sommer ist Heider kein Riemker mehr, wechselt nämlich nach Hiltrop. „Zu den Hillis“, sagt er, „habe ich ja schon immer Kontakt gehabt.“ Dann auch in seinem Team: Dominik Teske, Zweitplatzierter der WAZ-Torjägerliste (33 Tore). Teskes Verlobte und Heiders Frau sind beste Freundinnen, Teske und Heider selbst sehr gute Kumpels. „Mit ihm wollte ich schon noch mal zusammenspielen“, sagt Heider und lacht. „Minimum ein Tor“ sei das Ziel des Duos in der kommenden Saison. Der Schalk sitzt ihm bei dieser Aussage im Nacken.

Wie übrigens auch bei der Antwort auf die Frage, wie das denn überhaupt gehe: 48 Tore in gut 30 Spielen!? „Na ja, ich bin oft genug angeschossen worden“, meint er, um das danach doch ein bisschen zu konkretisieren. Spielmacher Julien Schettler, „dat is‘ noch ein echter Zehner“, habe rund die Hälfte seiner Tore vorbereitet. „Der passt die echt so gut in die Schnittstelle – da passt teilweise keine WAZ mehr zwischen“, sagt Heider, der im Eins gegen Eins dann oft genug eiskalt ist – und seinen kongenialen Partner „übrigens auch mit nach Hiltrop“ nimmt. Auf der Jagd nach einem möglichen Titel-Hattrick soll eben nichts dem Zufall überlassen werden.

Allerdings: Die „50“ hat Heider nicht knacken können, auch weil er vor dem Tor hin und wieder „die Arroganz nicht ganz“ rauskriegt: „Manchmal will ich die Dinger dann in den Winkel knallen und es klappt nicht…“

Trotzdem: Stark genug, mit 35 Jahren noch einen derartigen Torriecher und auch eine gute Fitness zu haben. Die holt Heider sich übrigens nicht nur im Training, sondern auch im Beruf. Heider wartet und inspiziert Masten, reißt dabei täglich seine neun, zehn Kilometer ab – mit Gerätschaften bis zu zehn Kilogramm. „Konditionell“, sagt Heider, „ist das deshalb schon ok.“

Ist eben einfach ‘ne Wucht, dieser Daniel Heider.