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Fußball Porträt

Concordias Torgarant

08.02.2012 | 15:32 Uhr
Concordias Torgarant
Hier im Pokalspiel gegen SG Wattenscheid 09: Michael Siemienowski (re.). Foto: Karl Gatzmanga

Er ist der Hinrunden-Torschützenkönig und hat mit seinen 13 Treffern den Bezirksligisten Concordia Wiemelhausen zur Herbstmeisterschaft geführt: Michael Siemienowski ist für die Rot-Weißen unabkömmlich. Der 28-jährige Stürmer bestreitet seine erste Saison für Wiemelhausen und ist mehr als froh, endlich den richtigen Verein gefunden zu haben: „Wiemelhausen hat ein sehr gutes Gesamtkonzept. Es wird viel Wert auf Nachhaltigkeit und den Zusammenhalt gelegt.“

Mit dem Kicken fing er allerdings in einem anderen Stadtteil an. „Ich bin zwischen den Plätzen von Adler und Teutonia Riemke groß geworden“, erinnert sich Siemienowski an seine Kindheit. Dort wurde er denn auch entdeckt. „Auf dem Spielplatz“, lacht er. Bei den Adlern genoss er seine Grundausbildung von der F- bis zur C-Jugend. Sein Weg führte ihn über die DJK TuS Hordel zum WSV Bochum und schließlich auch zum FC Neuruhrort. Der Bruch mit seinem alten Verein, dem FC, kam relativ spät, wie Siemienowski erklärt. Trainer Harald Kügler habe „sicherlich mit mir geplant, aber der Vorstand hat sich lange bedeckt gehalten.“ Concordia Wiemelhausen hatte letztendlich das aussichtsreichere Angebot für ihn. Unter seinen neuen Mitspielern fühlt sich Siemienowski „pudelwohl“, wie er bekräftigt. Vor allem die Zusammenarbeit mit Trainer Thomas Gerner und den anderen Verantwortlichen sei geprägt von einem sehr kollegialen Verhältnis. „Michael spielt bei uns in der Mannschaft eine sehr wichtige Rolle“, erklärt der Obmann der Concordia, Rolf Wagener. Auch der Trainer kann nur Positives über seinen Goalgetter berichten: „Siemie ist, abgesehen von den wichtigen Toren, auch menschlich eine echte Bereicherung für uns.“ Ein Rezept für seine Offensivstärke hat der 28-Jährige jedoch nicht parat. „Ich bin selbst verwundert, dass es diese Saison so gut läuft“, gibt er bescheiden zu Protokoll.

Trotz seiner hervorragenden persönlichen Bilanz und dem aktuell zweiten Tabellenplatz hält er sich im Hinblick auf die Ziele seiner Mannschaft bedeckt: „Klar wäre der Landesliga-Aufstieg sehr schön. Unser Ziel bleibt es aber, unter die ersten Fünf zu kommen.“ Auf die Frage, wie sich seine Mannschaft noch verbessern könne, nimmt sich Siemienowski jedoch selbst in die Verantwortung: „Gerade bei der Niederlage gegen Günnigfeld konnte man sehen, dass wir vielleicht noch ein wenig kaltschnäuziger werden müssen und die Torchancen besser nutzen könnten.“

Nicht nur beim Fußball sitzt Siemienowski fest im Sattel, auch um seine berufliche Zukunft muss er sich keine Gedanken machen. Als gelernter Kaufmann ist er für die Firma Würth im Außendienst tätig, berät und beliefert verschiedene Baufirmen. Wenn Siemienowski gerade mal nicht beruflich auf Achse ist, oder auf dem Fußballplatz an seiner Schusstechnik feilt, spielt er leidenschaftlich gerne Billard.

Die Kugel hat’s ihm einfach angetan.

Nikolaj Spiegel

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