Concordia nimmt Hordel mit 5:1 auseinander

So sehen Sieger aus: Die Mannschaft des Bezirksligisten Wiemelhausen kurz nach der Siegerehrung. Die Concordia  hatte dem Westfalenligisten DJK TuS Hordel mit 5:1 seine Grenzen aufgezeigt. „Double-Sieger, Double-Sieger, hey, hey“, grölte die Truppe von Coach Jürgen Heipertz nach dem Apfiff.Foto:Klaus Pollkläsener
So sehen Sieger aus: Die Mannschaft des Bezirksligisten Wiemelhausen kurz nach der Siegerehrung. Die Concordia hatte dem Westfalenligisten DJK TuS Hordel mit 5:1 seine Grenzen aufgezeigt. „Double-Sieger, Double-Sieger, hey, hey“, grölte die Truppe von Coach Jürgen Heipertz nach dem Apfiff.Foto:Klaus Pollkläsener
Foto: FUNKE Foto Services
Und gewinnt damit absolut verdient das Finale. Neben einer Geldprämie erhält der Sieger auch ein Spiel gegen die Profis des VfL. Himmerich: „Wir haben viel zu arrogant gespielt“

Concordia Wiemelhausen -
DJK TuS Hordel 5:1 (2:1)

Concordia: Klüppel - Ruhe, Löhr, Impellizzeri (35. Kaiser), Freitag, Kronies, Siemienowski, Lenze, Kerstiens, Winke (75. Hammernick), Schreier (80. Greib)

DJK: Kampschäfer - Misawa, Bakenecker, Barrera (66. Kontny), Severich, Ginczek, Berlinski (17. Debski), Iohara (80. Dirsus), Rudolph, Helfer, Dragicevic
Tore: 0:1 Misawa (10.), 1:1 Siemienowski (17.), 2:1 Lenze (25.), 3:1 Schreier (52.), 4:1 Löhr (70.), 5:1 Siemienowski (76.)

„Unsere Cleverness und der Bock, Fußball zu spielen hat heute den Unterschied ausgemacht“, frohlockte Concordias Routinier Ingo Freitag kurz nach Abpfiff. Links und rechts neben ihm knallten derweil schon die Sektkorken. Mit einem absolut verdienten 5:1-Kantersieg über den Westfalenligisten DJK TuS Hordel hat der Bezirksliga-Überflieger aus Wiemelhausen den Moritz Fiege Fußball Cup gewonnen. Neben einer saftigen Geldprämie erhielten die siegreichen Kicker der Glücksburger Straße auch ein Spiel gegen die Profis des VfL - überreicht wurde der Gutschein von VfL-Urgestein Michael „Ata“ Lameck. Der Termin ist noch unklar.

Dass es so eine Blamage für die zwei Klassen höher spielende DJK werden würde, war zu Beginn der Partie indes noch nicht abzusehen. Hordel begann mutig und offensiv und ging folgerichtig auch schnell mit 1:0 in Führung. Nach einem stark platzierten Freistoß drückte Hordels Shoma Misawa den Ball über die Linie. In der Folge pochte Hordel zwar auf den nächsten Treffer, die Abwehr der Concordia stand jedoch sehr sicher und ließ vorerst keine gefährliche Situation mehr zu. Kurz nach dem Gegentreffer setzte schließlich Leo Winkel Michael Siemienowski mit einem zielgenauen Pass wunderschön in Szene. Siemienowski fackelte nicht lange und egalisierte die Partie mit einem starken Flachschuss.

Nun war Wiemelhausen die bestimmende Mannschaft, Hordel hingegen kam nur noch sehr selten in die Nähe des Sechzehners der Concordia. Für den nächsten Streich sorgte David Lenze, der nach einer Ecke von Maxi Schreier mit einem Flugkopfball auf 2:1 erhöhte. Davon scheinbar wach gerüttelt, legte die DJK doch einen Gang zu und zeigte ein paar gute Offensivaktionen. Die Partie nahm an Fahrt auf, es wurde sogar ein wenig hitzig und Schiedsrichter Thomas Altgeld musste das erste Mal in seine Tasche greifen. Zunächst blieb es jedoch bei Gelben Karten.

Kurz vor der Pause hatte schließlich Phlipp Dargicevic den Ausgleich auf dem Fuß, sein strammer Flachschuss aus 30 Metern landete jedoch in den Armen von Wiemelhausens Torwart Falk Klüppel. Kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte war es erneut Leo Winkel, der den entscheidenden Pass spielte: Maxi Schreier nahm den Ball an und erhöhte auf 3:1, die Vorentscheidung.

„Wir haben viel zu arrogant gespielt. Concordia war uns in allen Belangen überlegen“, sagte der enttäuschte Co-Trainer Hordels, Marcus Himmerich. Der Frust entlud sich schließlich beim Kapitän der DJK, Patrick Rudolph, der mit Gelb-Rot (67.) des Platzes verwiesen wurde. Die Concordia nutzte die Überzahl gekonnt aus und erhöhte auf 5:1, die Blamage für Hordel war damit perfekt. „Ein großes Lob an meine gesamte Mannschaft. Nach dem Gewinn der Meisterschaft, ist dies nun schon ein kleiner Double-Sieg für uns“, resümierte Wiemelhausens Coach Jürgen Heipertz.

TuS Harpen -
CSV SF Bochum-Linden 0:3 (0:1)

TuS: Richter - Kaczorowski (20. Nöller), Lübbehusen, Altenburg (81. Altenburg), Herda, Jasinski, Hampel, Richter, Hirsemann, Grenzbach (81. Kusnierczak), Kirchhoff

CSV: Fuchs- Perez Garcia, Lekic, Meinert, Lahchaychi (82. Dominczak), Mohedano (77. Plate Ruiz), Lawrence, Karpec, Koch, Pflanz, Bauer

Tore: 0:1 Mohedano (45.), 0:2 Lahchaychi (48.), 0:3 Mohedano (69.)

Im Spiel um den dritten Platz kam es zu keiner Überraschung. Der Landesligist und Favorit CSV SF Bochum-Linden hat sich gegen den aufstrebenden A-Ligisten TuS Harpen mit 3:0 durchgesetzt und sich den dritten Platz des Kreispokals gesichert. Die Mannschaft von CSV-Trainer Frank Benatelli hat damit ein Ticket für den Westfalenpokal gewonnen. „Harpen hat es uns nicht leicht gemacht. Sie standen in einem engmaschigen 4-4-2-System und haben sehr stark verteidigt. Letztlich haben meine Jungs die Aufgabe aber gut gelöst“, sagte der zufriedene Coach Benatelli.

Zwar war Harpens Trainer Dietmar Hampel eigentlich ebenfalls zufrieden mit der Leistung seines Teams, die Verletzung seines Stammspielers Marc Kaczorowski drückte jedoch stark auf die Stimmung des Trainers. „Marc hat sich in einem Zweikampf unglücklich verletzt. Er hat sich den Unterarm gebrochen und musste direkt operiert werden“, so Hampel.