Coach Thilo Khil: „Das können wir besser“

Nur in wenigen Szenen – hier ist es Kim Illinger (weiße Kappe) – hatten die Bochumerinnen im Wasser die Nase vorne. Zumeist kontrollierte Titelverteidiger Bayer das Geschehen.
Nur in wenigen Szenen – hier ist es Kim Illinger (weiße Kappe) – hatten die Bochumerinnen im Wasser die Nase vorne. Zumeist kontrollierte Titelverteidiger Bayer das Geschehen.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Im ersten DM-Endspiel sind Bochums Wasserballerinnen beim 5:16 im heimischen Wiesental-Freibad chancenlos. Gleich der Start in die Partie gegen Bayer ging gründlich daneben.

SV Blau-Weiß Bochum -
SV Bayer Uerdingen 5:16

Viertelergebnisse: 2:5, 1:3, 0:3, 2:5

Blau-Weiß-Frauen: Saurusajtis, Freisewinkel (2 Tore), Lentge, Winkelmann, Illinger (2), Nischwitz, Motte, Liska, Dregger, Adamski (1), Heerdt, Freier und Prinz.

„Wenn wir gegen Uerdingen mithalten wollen, brauchen wir einen Spitzentag, Bayer außerdem einen schwachen – und viel Glück müssen wir auch haben. Das war im ersten Endspiel nicht der Fall.“ So fasste Bochums Wasserball-Coach Thilo Khil die deutliche 5:16-Niederlage zusammen, die Titelverteidiger Uerdingen nun in die Position bringt, bereits am Freitagabend (19.30 Uhr, Traglufthalle Waldsee) den vierten Meistertitel in Serie klar machen zu können.

Partie Nummer eins im Bochumer Wiesental-Freibad geriet nicht spannend, denn nur fünf Mal hatte sich der Minutenzeiger gedreht, da führte das klar favorisierte Bayer-Team bereits mit 4:0. „Wir sind nicht ins Spiel gekommen. Haben offensiv die geplanten Schwimmwege nicht eingehalten“, sagte Khil. Umgehend trafen die Uerdingerinnen zweimal in Überzahl und einmal per Fünfmeter.

Zusätzlich waren die Bochumnerinnen geschwächt, weil Carolin Lentge im ersten Durchgang einen sehr schmerzhaften Leberhaken abbekommen hatte und erst einmal hinaus musste. Erst allmählich fanden die Blau-Weißen dann halbwegs ihre Ordnung. Zwei Hinausstellungen gegen den Gegner verwerteten Lilly Adamski und Linn Freisewinkel zum 2:4 (6. Min.).

Nicht in den Griff bekam Bochums Team besonders Claudia Blomenkamp, der Khil „eine überragende Leistung“ bescheinigte. Die Uerdinger Kapitänin erhöhte im zweiten Viertel auf 7:2 (13. Min.). „Insgesamt war unser Überzahlspiel enttäuschend, denn wir haben uns da mehrfach die Chancen durch schlechte Pässe selbst kaputt gemacht“, befand der Bochumer Trainer.

Außerdem verursachten die Wiesentalerinnen drei Fünfmeter-Strafwürfe, die allesamt im Netz landeten. Einen Fünfmeter bekam Blau-Weiß zugesprochen, doch Adamski vergab von der Linie. So war Kim Illingers Treffer zum 5:14 in der 28. Minute Bochums letztes kleines Erfolgserlebnis. In den Schlussphase durfte dann noch Ersatztorhüterin Leonie Prinz zwischen die Pfosten.

Am Freitag reist die Mannschaft also zur zweiten - und wohl höchstwahrscheinlich letzten - Saisonpartie Richtung Krefeld (Modus: „Best-of-Three“). „Dabei wollen wir auf alle Fälle ein knapperes Ergebnis schaffen. Das 5:16 war so nicht akzeptabel. Das können wir besser“, meinte Thilo Khil. Allerdings fehlen dem Coach dabei Caro Lentge (als Jugendtrainerin unterwegs) und wahrscheinlich auch Alina Liska (Grippe).

■ Am Sonntag wird in Chemnitz (Sportforum) der Pokal der A-Juniorinnen ausgespielt. Der Wettbewerb ist, wie auch bei B- und C-Jugend, vom Schwimmverband dieses Jahr neu eingeführt worden, um die Talente besser zu fördern.Die Mannschaft von Blau-Weiß Bochum trifft in Sachsen im Dreier-Turnier um 9.30 Uhr auf Gastgeber und Titelverteidiger SC Chemnitz. Zweiter Kontrahent ist danach Uerdingens Jugendteam (12.30 Uhr).