Bulut sorgt für Schock-Moment

Schöner Treffer zum 2:0: Fabian Götze.
Schöner Treffer zum 2:0: Fabian Götze.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / WAZ
Was wir bereits wissen
18-Jähriger bricht bewusstlos zusammen. Daniel Engelbrecht und Fabian Götze schießen die Bochumer zum 2:1-Erfolg gegen die Sportfreunde Siegen

VfL Bochum U23 -
Sportfreunde Siegen 2:1 (1:0)

VfL: Heuer Fernandes - Wasilewski (67. Feldkamp), Weiler, Wolff, Stevens - Mengert, Grammozis, Götze - Bulut (89. Eckhoff), Engelbrecht (46. Scheidhauer), Jansen

Tore: 1:0 Engelbrecht (44.), 2:0 Götze (59.), 2:1 Michel (86.)

Bochums U23 bleibt der Favoritenschreck der Liga: Vor 397 Zuschauern im Lohrheidestadion gelang den VfL-Talenten ein Erfolg gegen Siegen und damit der Sprung auf Platz acht. Trainer Iraklis Metaxas zeigte sich zufrieden und freute sich über „die beste erste Halbzeit der Saison“.

Die Bochumer ließen zu Beginn die Kugel gut laufen und setzten nach Ballverlusten sofort nach. Daraus ergaben sich immer wieder gefährliche Situationen, etwa durch Fabian Götze, Debütant Adrian Wasilewski oder Onur Bulut, der nur mit einem Foul gestoppt werden konnte.

Aufregung gab es im Siegener Strafraum vor allem wegen zwei elfmeterverdächtiger Szenen gegen Engelbrecht, bei denen die Pfeife von Schiedsrichter Fabian Maibaum stumm blieb. Auf der anderen Seite blieb der Pfiff nicht aus: Als Daniel Grebe nach einem Kontakt mit Wasilewski zu Boden ging, zeigte Maibaum auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst an, aber VfL-Keeper Daniel Heuer Fernandes verhinderte den unverdienten Rückstand.

Die VfL-Talente ließen sich von all‘ der Hektik nicht aus der Ruhe bringen und gingen weiter konsequent zur Sache gegen die stärker werdenden Gäste. Beide Torhüter mussten noch einmal eingreifen, dann aber schienen sich die Teams bis zum Pausenpfiff auf ein Remis geeinigt zu haben. Nur Engelbrecht hatte etwas dagegen, musste er doch zur Halbzeit seinen Platz für Kevin Scheidhauer räumen. Und so fasste sich der U23-Torjäger nach einem Mengert-Pass ein Herz und fand die Lücke zur 1:0-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Siegen das Ruder, die VfL-Talente aber bewegten sich weiterhin gut und kamen zu Kontermöglichkeiten. Zum Beispiel in der 59. Minute, als Onur Bulut Götze schickte, der ein unwiderstehliches Solo zum 2:0 abschloss. Die Gäste erhöhten in der Folge den Druck und zwangen die VfL-Talente zu Fehlern. Aber erst vier Minuten vor dem Schlusspfiff gelang Sven Michel der Anschlusstreffer - zu spät für einen Endspurt.

Im Fokus stand am Ende sowieso nicht mehr das sportliche Geschehen: Kurz vor Schluss brach Onur Bulut zusammen, war kurzzeitig bewusstlos. Wie sich herausstellte, hatte der 18-Jährige eine Erkältung verschwiegen und war über seine Grenzen hinausgegangen. „Es ist aber alles okay. Das soll ihm eine Lehre sein“, sagte Metaxas erleichtert.